Rainer Maria Rilke – Engellieder

 

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  • Rainer Maria Rilke – Engellieder
    gelesen von Hannah Schygulla
  • Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
    und er verarmte in meinen Armen
    und wurde klein, und ich wurde groß:
    und auf einmal war ich das Erbarmen,
    und er eine zitternde Bitte bloß.

    Da hab ich ihm seinen Himmel gegeben, –
    und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
    er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
    und wir haben langsam einander erkannt …

    Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
    kann er frei seine Flügel entfalten
    und die Stille der Sterne durchspalten, –
    denn er muß meine einsame Nacht
    nicht mehr die ängstlichen Hände halten –
    seit mein Engel mich nicht mehr bewacht.

 

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Eingeordnet unter Lyrik, Rainer Maria Rilke

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