Archiv der Kategorie: Prosa

KüsseKüsseKüsse | ZEROSISTA

 
1000 Küsse (28)

 

KüsseKüsseKüsse | ZEROSISTA

Eine wunderschöne Geschichte von der wunderbaren Kussfee …

 

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 1000 Küsse, Frau Null (Frollein Miez), Prosa

Frau Null (Frollein Miez) – Genügsam

 

•✿•ڿڰۣ✿•

 
Ich mache mir Dich zu eigen, verschlinge Dich mit Haut und Haar, lasse meine rotgefärbten Lippen tief in Dein weißes Fleisch fahren. Du schreist, windest Dich, nicht nur vor körperlichem Schmerz, sondern bäumst Dich mir in wilder Lust entgegen. Lachend greife ich zu, stopfe Dich in mein gefräßiges Maul, ohne innezuhalten fresse ich Dich auf, alle Deine klugen, absurden, unwirschen Gedanken. Du willst es doch auch…
„Das ist doch alles Schrott!“, wütend warf sie den Bleistift von sich, schob den Stuhl zurück, stand auf und ging zum Bücherregal.
Buchrücken drängten sich in manngifaltiger Weise zusammen, ungeordnet. Sie fuhr mit dem Fingern die Rücken entlang, fühlte die Kanten, die zerknitterte Brüchigkeit.
Tausend Bücher, tausend Geschichten, Nebenstränge- und schauplätze; der Mensch, das kreative Tier.
„Ich kann nicht. Mein Herz ist gar nicht wirklich traurig. Wie fühle ich mich denn heute?
Keine verzweifelte Trauer, die ihre Klauen in mein Herz schlägt, sondern etwas Eisigeres, Stilleres.
Eine dunkle Todesmüdigkeit. Erschöpft bin ich auch nicht.
Resigniert. Ja, wohl eher eine Resignation. Nicht schlimm.
Aber schon ein kleiner tropfender Tod, der sich aus meinem Herzen presst.“
Sie liebte ihn nicht mehr abgöttisch, ja verzweifelt vergötternd.
Sie versuchte sich zu konzentrieren.
Ein kleines Tier nagte an ihrem Herzen: Die Zukunft. Fröhlich wie ein Meisenjunges pickte sie an dem schwarz puckernden Ding.
Ein Krampf durchlief ihren Körper.
Die Zukunft hüpfte weiter fröhlich herum und spulte einen grässlichen Film ab, der sie innerlich wurmgleich winden ließ.
Das schwarze Dings, die dunkle Facette, zog seine Beine näher heran und legte den Kopf auf die Knie.
Dumpf überließ sie sich ihrer Facette, jetzt quoll die Traurigkeit hoch, eine tintige Flüssigkeit stieg von Füßen über in den Magen bis hin zur Kehle.
Die Augen sammelten die schwarzen Tränen, die Haare legten sich kappengleich und glänzend an den schmalen Kopf.
Eine große Müdigkeit sandte die Facette in ihren Körper.
Schlafen erschien ihr geeignet. Für immer?
ach nein, ein halbes Leben erschien ihr geeignet.
Um dann wieder gestärkt aufzuwachen. Anders, fester, ohne Herzensschmerz, wobei sie eigentlich solche einen verzweifelten Herzensschmerz nicht hatte.
Sie entließ die Liebe und wollte sie für sich erst wirklich erlernen.
Niemals.
„Wie kann ich genügen? Wie kann ich die Zukunft fernhalten. Die Bilder, die ich nicht mehr aus dem Kopf kriege?“

 
Stolze Frauen, schöne Frauen.

 
Und sie? Ein Dings. Ein kleines schwarzes Dings. Die Facette nahm übernahm, zog sich ihren Körper wie ein neues Kleid an, er passte wie angegossen, schmiegte sich pelzchengleich an das schwarze Dings.
Verlor sie sich in dieser Facette?
Wie oft musste sie kämpfen, damit sie passend wurde.
Passend wofür?
Für wen?

@Zerosista

 

More about …

 

•✿•ڿڰۣ✿•

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Frau Null (Frollein Miez), Prosa

Frank am Fenster

Korrespondierend mit der Webseries ‚Hamburt Heartbreak‘ und diese kontrastierend … wie auch immer, eine ganz starke Geschichte. Danke Dir dafür.

Hirnwichsen

Da steht er. Steht so da und schaut blöd aus dem Fenster. Schmierig, veraltet und gelblich, das Fenster und der Frank. Er bläst Rauch gegen die Scheibe und zieht die Nase kraus. Kleine Fettwürmer winden sich dabei aus den Poren seiner Nase. Sehen aus wie weiße Kringelhaare. Frank muss nachdenken. Und wie immer, wenn er nachdenken muss, schaut er dabei blöd aus dem Fenster. Sieht allerdings nichts. Schaut nur blöd. Und denkt. Denkt was er jetzt mit der Leiche macht, die im Badezimmer unter einem Berg von Handtüchern liegt. Vielleicht ist er da ein wenig eskaliert, denkt der Frank. Vielleicht hätten es ein paar gut portionierte Schläge auch getan. Aber jetzt ist er tot, der Bernd. Ziemlich tot sogar. Und irgendwie war es doch richtig.
Frank wartet darauf, dass irgendwas passiert. Dass sich die Welt verändert oder vielleicht auch nicht. Schaut dabei weiter blöd aus dem Fenster. Raucht und spielt…

Ursprünglichen Post anzeigen 378 weitere Wörter

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Prosa, Sybille Lengauer

Ein Q für Dänemark – Kivi

 

Ein Q für Dänemark

 
Kivi

 
Am Rande von Irgendwo trafen wir uns. Daneben stand das Wetter zwischen schön und kalt. Und davor das Kino, zwischen zu und zugeregnet. Die Menschen flossen stolpernd hinter ihren Hunden her. Die Busse schrien nach Bemalung. Das Daneben schluckaufte Böhen wie Wehen und im Davor war es immer noch zu. Plastikpflanzen schwebten über unseren Köpfen aber die Toiletten befanden sich hinten, irgendwo links. Die Theke brütete ihre Fleischbrötchen und der Zucker war aus. Aus Außerdem brüllten die Verspätungen und trotzdem war es angenehm. Seine Stimme streichelte nicht im Tackt, aber immer wieder. Und immer wieder angenehm trotz Unterdrückung. Gesetzt in die Zeit. Mit komischen Jacken. Und Mützen. Und Haaren. Aber die Augen sind weich. Und das Pochen so zart.

(c)

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kivi Lake, Prosa

Die Katze im Sack. – Kivi

 
Die Katze im Sack.

Dann fragte er, ob wir fögeln wollen und meinte eigentlich ‚Steh‘ auf und geh irgendwohin.‘ und sie sagte ‚Ok.‘, meinte aber die noch ungeöffnete Flasche Wein, die sich nicht wirklich in die abgenutzten Tchibogläser entleeren wollte.
Irgendwann wurde es dunkel und er zog sich aus, weil er sich eigentlich anzog, um sich unbedingt in die Kälte zu stürzen. Sie zog an ihrem Schuh und die starrende Flasche fiel bestürzt zu Boden. ‚Bestürzte weinen nicht‘, sagte der Wein verstört. Und alles verstörte sich entblöst auf dem Tisch. Scherben bohrten sich in Häute und Stoffe saugten am Wein. Aufgekratzte Organe fühlten und feuchte Münder aßen einander. Aßen stundenlang. Bis sie satt waren und irgendwann soetwas wie Wärme schmeckten. Ein warmes Kribbeln, das die Blutbahn beschlich und sich er und sie wieder anzogen, weil beide sich ausziehen wollten. Und sich dabei anschwiegen, weil sie sich so viel sagen wollten. Und alle aufstanden, und sich wiedersehen wollten. Es aber nicht taten. Weil sie sich wiedersehen wollten.

(c)Kivi

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kivi Lake, Prosa

Wenn die Zeit koma-döst – snoozing coma … by Kivi

Der DJ wechselte das Tempo und er nippte am Wodka. Scheiße, lass und tanzen, sagte er noch, während die Bässe sich überschlugen. Und wir taten so, als würden wir tanzen während er mich flachlegte.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kivi Lake, Prosa

Der Emil – Große Gefühle (Nº 330 #oneaday) und Triloff

 

Große Gefühle (Nº 330 #oneaday)

 

Ohne Titel, by Triloff

Ohne Titel, by Triloff

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bildende Kunst, Der Emil, Der Emil, Kurt Demmler, Liebesleben, Lyrik, Mahatma Gandhi, Malerei, Prosa, Triloff, Zitate

Gedanken einer Nacht VI – Emmas Welt

 
Liebesbriefe (17)

 

°¤° ஜ۩۞۩ஜ ♥ ԼƠƔЄ ♥ ஜ۩۞۩ஜ °¤°

 

Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Alle Menschen die sie liebt, hat sie losgelassen und sie trägt sie in ihrem Herzen und in ihrer Verbundenheit. Hat sie ihn wirklich losgelassen oder ist da mehr? Wieso reicht ihr diese spürbare Verbindung ohne einen weiteren Kontakt nicht aus? Wieso kann sie nicht einfach vernünftig sein und alles so laufen lassen wie es in diesem Moment ist? Wie sie beide, jeder aus seiner eigenen Sicht annehmen das es vernünftig und somit richtig wäre. Warum denkt jeder von beiden, dass er den anderen nicht gut tun würde und Schaden zufügen würde? Weiterlesen

2 Kommentare

Eingeordnet unter Emma, Emmas Welt, Freunde des Liebesministeriums - Friends of the Ministry of Love, Liebesbriefe, Prosa