Archiv der Kategorie: Emma

Gedanken einer Nacht VI – Emmas Welt

 
Liebesbriefe (17)

 

°¤° ஜ۩۞۩ஜ ♥ ԼƠƔЄ ♥ ஜ۩۞۩ஜ °¤°

 

Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Alle Menschen die sie liebt, hat sie losgelassen und sie trägt sie in ihrem Herzen und in ihrer Verbundenheit. Hat sie ihn wirklich losgelassen oder ist da mehr? Wieso reicht ihr diese spürbare Verbindung ohne einen weiteren Kontakt nicht aus? Wieso kann sie nicht einfach vernünftig sein und alles so laufen lassen wie es in diesem Moment ist? Wie sie beide, jeder aus seiner eigenen Sicht annehmen das es vernünftig und somit richtig wäre. Warum denkt jeder von beiden, dass er den anderen nicht gut tun würde und Schaden zufügen würde? Weiterlesen

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Emmas Welt – Gedanken einer Nacht V

 
Liebesbriefe (16)

 

°¤° ஜ۩۞۩ஜ ♥ ԼƠƔЄ ♥ ஜ۩۞۩ஜ °¤°

 

Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Sie lebt ohne Gedanken in einer Leere, die einfach nur ist. Doch es hat nichts mit Leben, erfahren und spüren zu tun. Innere Kälte umschließt sie, bei dem erkennen dessen und es schaudert sie. „Worin liegt die Bedeutung?“, ist eine Frage, die sie sich seit dem immer wieder stellt, genauso wie die vergangene Frage, „Wer bin ich?“. Weiterlesen

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Emmas Welt – Gedanken einer Nacht IV

 
Liebesbriefe (15)

 

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Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Was für ein Leben will er führen, wenn er nicht mehr wünscht, hofft, ihm alles bedeutungslos und sinnlos erscheint? Wenn sich alles im Nichts auflöst und man sich gehindert fühlt an den Dingen die einen erfüllen. Nur weil die Vernunft immer und immer wieder deutlich sagt, das kannst du nicht machen. Ständig darauf bedacht das man niemand schadet und verletzt.
Immer mehr kämpft sie gegen die Tränen an, die ganz langsam und beharrlich versuchen in ihr aufzusteigen. Weiterlesen

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Emmas Welt – Gedanken einer Nacht III

 
Liebesbriefe (14)

 

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Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Er ist so sehr viel mehr als nur die Liebe ihres Lebens. So sehr viel mehr als nur der Geliebte und nur der beste Freund. Sie sind einfach eins. Eins in den Dingen die sie in ihrer Tiefe bewegten und schmerzten. In all den Angelegenheiten die sie für sinnvoll und richtig erachteten und all die Türen die sie sich gegenseitig wiesen und öffneten. Weiterlesen

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Emmas Welt – Gedanken einer Nacht II

 
Liebesbriefe (13)

 

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Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Sie sieht ihn wieder vor ihrem geistigen Auge, so wie er in diesem Traum vor ihr stand. Mit seinem ernsten und doch so liebevoll und sorgenden Blick. Wehmut und Sehnsucht machen sich in ihr breit Alles was jetzt in ihr aufbricht kann sie nicht mehr von sich weisen und zurückhalten. Zu schwer ist der Schmerz der dies auslöste. Weiterlesen

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Emmas Welt – Gedanken einer Nacht I

 
Liebesbriefe (12)

 

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Gedanken einer Nacht

 

ღ•●♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥●•ღ

 
Schweißgebadet schreckt sie aus dem Schlaf heraus. Schon wieder hatte sie von ihm geträumt. Es ist alles so wirr, so viele Bilder die in ihrem Geist noch nachhallen. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm, das weiß sie, doch mehr wird sie auch nicht in Erfahrung bringen können.

Diese Vernunft, immer nur vernünftig sein. Spürte sie doch die ganzen letzten Tage, das etwas nicht stimmt, doch sie wollte dem Gefühl nicht nachgehen und nun verfolgt es sie in die Träume. Weiterlesen

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Ein Tag voll an einem Wunder neigt sich dem Ende zu

 

… eingereicht von Emma, 27. April 2010

 

 
Ein Tag voll an einem Wunder neigt sich dem Ende zu. Das Erleben ihrer Liebe in ihrer ganzen Wahrhaftigkeit. In ihrer eigenen Realität, die sonst so unfassbar ist. Sie liegen nebeneinander auf dem Bett. Mit dem Wissen, dass es nun Zeit wird Abschied zu nehmen.

Waren sie verloren in Raum und Zeit, voll mit all der Zärtlichkeit die ihre Liebe zu tageslicht gebracht hat. Verloren in tiefen Gesprächen und Gedanken die aus ihnen heraussprudelten. Dennoch auch die Worte und Wahrheiten zu ihnen an die Oberfläche brachten, die einfach gesagt werden mussten. Nichts wird mehr wie es war, denn das Rad der Uhr drehte sich auch in dieser Zeit weiter. Wissen sie, dass alles, was man tut auch ein Risiko verbirgt und Konsequenzen nach sich ziehen wird. Doch spüren sie alle beide, dass alles was geschieht und geschehen ist, niemals ohne Grund vorkommt. So vieles musste vorfallen, bis sie es begriffen. So oft mussten sie die Zeichen übersehen oder verdrängen um zu erkennen, dass alles, was sie gemeinsam haben, einfach nur ist. Nichts da ist, was es verhindern kann. Gleichwohl so viel ist, was diese grenzenlose Liebe rechtfertigt, denn sie ist ganz einfach da. So unendlich und über die Maßen.

Umhüllt von der Stille und der gemeinsamen Leere, schauen sie sich lange an. Der Moment soll nie enden und bis in die Ewigkeit so weiter gehen. Sie traut sich nichts zu sagen und zu tun. Zu schön ist der Augenblick und sie möchte ihn am liebsten in sich aufsaugen, da sie spürt, dass es wieder dauern wird, bis es ein neues Erleben geben wird.

Sie möchte sich aber auch nicht mit den Gedanken der Sehnsucht und der nicht vorhersehbaren Zukunft belasten und nur ihrem Gefühl vertrauen. Ein Gefühl, welches sie nur sehr selten getäuscht hat. Vor allem wenn es um die Liebe zu ihm ging. Wenn es um die nicht zu fassende tiefe Verbindung zu ihm geht. Weis sie meistens wie es ihm geht. Selbst wenn hunderte von Kilometern zwischen ihnen liegen. Weiß sie, dass sie diese Liebe haben und sich immer wieder begegnen. Sei es nur im Traum in ihrem ganz eigenen Raum, der immer weiter wächst.

Vorsichtig streift er ihr eine Strähne ihrer Haare aus dem Gesicht. „Du bist so schön, dass ich es kaum glauben kann. Ich würde jetzt so gerne bei dir bleiben. Hier mit dir einschlafen. Dich in den Armen halten. Deinen Duft vernehmen. Deine weiche Haut spüren. Neben dir liegen und träumen. Mit dir, neben dir aufzuwachen und gleichzeitig in deine strahlenden Augen schauen. Das zu erleben wäre so schön.“

Sie schaut ihn weiterhin schweigend an. Zieht sich zu ihm heran und küsst ihn voll Sinnlichkeit. Zärtlich streichelt sie, während sie in seinen Armen liegt, über sein Gesicht. Sie weiß, dass es Wünsche sind, die sie genauso teilt, wie er sie auch hat. Zu gerne möchte sie es ihm auch sagen. Wiederum weiß sie, dass es aber auch nur Erwartungen in ihnen beiden aufbauen würde. Deshalb bleibt sie stumm. Ist sie sich sicher, dass er weiß, was sie denkt. Zumindest, dass er spüren kann, was sie denkt und noch mehr was sie für ihn empfindet. Sie möchte ihren Wünschen und Sehnsüchten jetzt keinen Raum lassen. Will jetzt einfach nur sein. Möchte auf alles in ihr und in das ihnen Gegebene vertrauen.

Jede nicht ausgesprochene Antwort wird sich finden. Ja, da ist sie sich sicher. Wenn er noch keine Antwort auf die ihm sich vielleicht stellenden Fragen oder auf die Zweifel, die ihn immer wieder beschleichen, bis jetzt bekommen hat, sie werden ihn finden. Er wird es dann ganz deutlich erkennen, spüren und für sich nutzen können. So wie auch dieses Mal die Zeichen ihn gefunden haben und gezeigt haben, was zu tun ist.

Auch wenn sie weiß, dass die Zeit sogleich vorüber sein wird. So vieles wurde im Laufe der letzten Stunden gesagt. Wie auch schon in den letzten Tagen, Wochen und Monaten. Er spürt ihre Liebe, wie sie aus ihr heraus strömt, genauso wie sie beide um sie wissen. Sie vernimmt die Wärme die von ihm ausgeht. Wie er sie festhält, damit der Wind sie nicht wie eine Feder wieder davon tragen kann. Hält sie so in seinen Armen, als würde er sie über die tiefsten Täler und die höchsten Hürden tragen. Ihr alle Leichtigkeit und Kraft geben, die es nur zu teilen gibt. Damit es sie noch lange tragen kann. Über all die Zeit die sie nun wieder getrennt sein werden.

Wie betrunken fühlt sie sich nach all dem erlebten, des ganzen Tages. So surreal erscheint ihr das, vor allem zusammen mit all den Emotionen und Gefühlen die zum tragen kommen. Die sie am liebsten in die Welt hinausschreien will. Alle Gedanken sind in vollkommener Ruhe. Er hält sie immer fester. Jeder Sekunde die jetzt vergeht fällt beiden immer schwerer. So wie es ihm auch schwer fällt seine Stimme anzustimmen. Bis er es anfänglich leise schafft. „Ich will dich.“ Sie schaut tief in seine Augen, in denen sie fast zu ertrinken droht. Schließt ihre und küsst ihn wiederum nur mit aller Leidenschaft die in diesem Moment aus ihr heraus will. Immer und immer wieder. Bis es kein entrinnen mehr für den Abschied gibt.

Zu schwer fällt es beiden sich von einander zu trennen. Halten sie sich noch eine Weile fest und keiner möchte am liebsten die Hand vom anderen lassen. Doch sie weis es muss sein. Auch wenn sie es nicht will, sie muss ihn loslassen. Spürt sie aber ganz fest und sicher, dass sie sich schon bald wieder sehen werden.

Sie will den Schmerz nicht spüren. Den Schmerz der Sehnsucht. Also weist sie auch jetzt jeden weiteren Wunsch und jede Hoffnung von sich. Will nur alleine ihrem Gefühl vertrauen und auf es bauen. Auf die Zeit, was immer sie für sie bringen mag. Bleibt sie in dem fast dunklen Raum zurück. Will sie heute keine langen sehnsuchtsvollen Blicke in die Ungewissheit. Leidvolle Blicke des Abschieds. Zu viel Dankbarkeit und Liebe durchströmt sie für das Erlebte und nicht zu glauben gewagte Wunder des Tages.

So bleibt sie wo sie ist und vernimmt wie er den Flur entlang geht um die Wohnung zu verlassen, bis er zurück kommt und im Lichtschein der Tür stehen bleibt. Sie sieht nur seinen Schatten. Doch spürt sie seinen festen Blick. Wie er sehnsüchtig auf ihr ruht. Wie er zögert, weil er sich nicht trennen will. Es fällt ihr schwer ihre Stimme zum klingen zu bringen, um das zu sagen, was sie empfindet. Dennoch wenn auch etwas zaghaft schafft sie es: „Ich liebe Dich“

„Oh, ja, sehr sogar.“ entgegnet er. Seine Stimme kippt leicht, doch er fängt sich sofort wieder. Immer noch da stehend. „Ich liebe dich auch. Mehr als gut für mich sein wird.“ sagt er, dreht sich schweigend um, löscht das Licht und verlässt leise die Wohnung, in der sie erfüllt von all der Liebe zurückbleibt und hofft, dass sie all dem wirklich vertrauen kann und die Zeit wirklich alle Antworten bringt, die sie alle beide brauchen.

 
© by Emma (13.4.2010)

 

Emma, Ministerin für's Träumen in Germanys next Bundeskabinett

Emma, Ministerin für's Träumen in Germanys next Bundeskabinett

http://emma-emmaswelt.blogspot.com/

 

 

 

 

Kommentare:

Tanzende Umarmung für dich und die Liebe

TM poemie De Toys oh, wie schön, dir endlich einmal ins gesicht zu schauen! ich wußte bis jetzt garnicht, wie du aussiehst, liebe Emma! 🙂 wie wunderbar, von dir hier so gefühlvolle literarische worte zu lesen und sogar zu sehen, daß du den verdienten posten der traumministerin erhalten hast. frau kollegin, ich bin überglücklich, mit ihnen zusammen im kabinett zu sein, wir werden uns bestimmt gegenseitig inspirieren, wenn es dann darum geht, die liebe in die politik zu bringen wie ein olympisches feuer, … (hier hat das System wieder den restlichen Text geschluckt. Sorry!!!)

 

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von | November 30, 2010 · 9:45 pm

Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen

 

… eingereicht von Emma, Ministerin für’s Träumen, 27. April 2010

 

Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen…

Nur sehr schwer kann sie ihre Augen öffnen. Zu sehr blendet sie das Licht, welches durch das Fenster hinein scheint. Die ganze Nacht hat es wieder geschneit. Alles schimmert und glitzert in dem hellen Weiß. Ein Anblick, wie aus einer anderen Welt, wenn alles so friedlich scheint, der sich über den Dächern der Stadt bietet.

Es fröstelt sie wie jeden Wintermorgen beim Aufstehen.

Verschlafen hüllt sie sich in eine Wolldecke ein. Bewegt sich mit immer wieder streifenden Blick aus den Fenstern in ihre Küche. Der Anblick der sichtbaren Kälte lässt sie schaudern. Umso schneller macht sie sich daran einen frischen Kaffee zu kochen um sich mit diesem in ihrer Lieblingstasse auf dem Sofa in ihrer Wohnküche niederzulassen. Eingekuschelt in ihrer Decke.

Es ist Sonntag. Alle Zeit dieser Welt scheint den Raum zu füllen. Alle Zeit den Gedanken, den Träumen, all dem was in ihr ist Platz zu  geben und ihnen freien Lauf zu lassen. Auch weil sie heute nichts weiter vorhat. Ein Tag ohne Erwartungen, Verpflichtungen und auch ohne falsche Hoffnungen. Vielleicht kann sie auch gerade deswegen diesem Tag alleine so entspannt entgegen sehen. Es ist Valentinstag. Tag der Verliebten, wie man immer so schön sagt, denkt sie lächeln in sich hinein.

Spürt sie die Liebe in sich doch genauso intensiv wie an jeden Tag. Doch auch diese Liebe musste sie erst für sich entdecken. Was heißt es zu lieben, die Liebe überhaupt in sich zu spüren? Noch vor einem Jahr hat sie sich gefragt: „Kann ich überhaupt wirklich lieben? Habe ich jemals wahrhaftig geliebt?“ Jedes mal zu dem damaligen Zeitpunkt musste sie sich eingestehen, es nicht zu wissen. Ging sie aber nach ihrem innersten Gefühl, so war sie der festen Überzeugung, nein. Heute und schon einige Zeit länger kann sie sagen: „Ja sie kann lieben.“ Lieben aus dem tiefsten Herzen, ohne Bedingungen und Erwartungen.
Durfte sie Erfahrungen sammeln, die fern von jedem Begreifbaren, ihres bis dahin rationalen Verstandes sind. Dinge die nicht zu erklären sind, weil sie einfach sind, wie sie sind. Genauso wie die Liebe in ihr auflebte, durch die Flamme die er in ihr entfachte. Sie es schaffte alles zu zulassen, sich zu öffnen und spürte was alles ist.

Schon schwelgt sie in der Erinnerung. Wie sie sich kennen lernten.

Von der ersten Begegnung, den einigen die noch waren und den vielen die noch folgen sollten. Leider können sie trotz der ganzen gegenseitig empfundenen Liebe nicht zusammen sein. Zu verschieden sind die Leben die sie leben. Zu weit entfernt finden sie statt. Jeder von beiden kann es auch nicht so einfach aufgeben. Zu groß ist die Verantwortung, die sie für andere haben und die Ängste die vor dem Zulassen und von Verletzungen haben.

Gleichzeitig ist es auch zu unfassbar was geschieht. Und doch sind sie unendlich und über Grenzen miteinander verbunden. Selbst wenn eine aktive Kommunikation mal nicht möglich ist. Bedarf es oft nicht vieler Worte, denn der andere weis wie es dem anderen geht. Als wären die Seelen verbunden. Eine Einheit. So schön wie dieses Gemeinsame auch ist, so schwer und leidvoll ist diese unerklärbare Anziehung oft auch zu ertragen.

So oft habe sie schon versucht mit allem zu brechen. Loszulassen, von allem dem, um frei und wieder ganz für sich zu sein. Immer in dem festen Glauben, dass es für alle und vor allem für den anderen das Beste ist.

Keiner kann und will den anderen leiden sehen, weil er jedes Mal selber mit leidet. Aber am Ende wurde jedes Mal alles nur noch schlimmer und intensiver. Obwohl sie zum Schluss es vermieden haben, sich noch einmal zu begegnen. Wobei jede Realisierung einer Begegnung sich als schwierig darstellte.

Heute kämpfen sie gegen diese Liebe und Verbundenheit nicht mehr an. Lassen alles zu so wie es ist, da sie erkannt haben, dass sie einfach keinen Einfluss darauf haben. Ist es viel mehr als nur ein verliebt sein. Viel weiter, tiefer, unendlicher und grenzenloser. Etwas was sie in so einer Intensität und Wahrhaftigkeit noch nie erlebt hat und greifen kann.

Auf einmal wird sie aus den ziehenden Gedanken und der Ruhe, in der sie sich befindet herausgerissen. Das Telefon klingelt. „Sonntag Vormittag wer mag das sein?“ denkt sie sich. Doch sie geht dran.

„Ja, bitte?“ spricht sie in das Unbekannte, denn sie hat es in ihrem Tran versäumt auf die Anzeige zu schauen, wer da anruft.

„Hallo, ich bin es“ entgegnet er.

Für einen Moment stockt ihr Herz vor Freude und Überraschung. Hat sie jetzt mit jedem gerechnet aber damit seine Stimme zu hören. „Hallo“ entgegnet sie zaghaft, verlegen und leise.

„Ich wollte mich, auch wenn es mir gerade sehr schwer fällt, an so einem Tag wie heute wenigstens melden. Wenn wir uns die Tage schon nicht sehen konnten. Wie geht es dir heute?“

„Wieso fällt es dir schwer dich zu melden? Bin doch nur ich!“ fragt sie erstaunt.

„Genau deswegen fällt es mir doch schwer, weil du es bist. Ich einfach nur traurig und enttäuscht bin, dass ich die Tage nicht zu dir kommen konnte, wie wir es vorhatten. Deswegen fällt es mir gerade schwer dich anzurufen. Es lässt die Sehsucht nur noch weiter wachsen. Wenn ich die Wärme deiner Stimme höre und die Liebe und die Nähe die ich spüre noch intensiver wird, als es so schon ist. Obwohl wir beide hunderte Kilometer von einander getrennt sind. Das löst auch in mir leidvolle Gefühle aus. Wir sind so verletzlich wenn wir lieben. Liebe schwächt das Ego. Die wahre Liebe wohlgemerkt. Ich denke, daher kommt auch die Angst es vollkommen und wirklich zu zulassen. Zu dem wir werden älter und die Narben auf der Seele nehmen zu. Jeder Anlass, als Angriff oder Kränkung genommen wird um die leidvollen Gefühle der Liebe zu erklären.“

Sie hat sich währenddessen gesetzt. Der Überraschungsschrecken hat sich gelegt und sie hört ihm hell wach und in tiefer Ruhe zu. Je länger und mehr er spricht, umso ruhiger wird sie. Bis er fertig mit seinen Worten ist. Eine kurze Gedankenpause entsteht bis sie mit fester Stimme antwortet:

“Natürlich ist es traurig, dass es wieder einmal nicht geklappt hat. Es ist traurig, dass wir uns nicht sehen konnten, so dass wir uns auch körperlich mal wieder nahe sein durften. Doch ist es auch im Nachhinein immer nur eine Betrachtungsweise. So ist es immer nur traurig und enttäuschend, wenn wir nicht das gesamte Bild betrachten. Zudem auch noch zu viele bewusste und unbewusste Erwartungen aufgebaut haben. Warum sehen wir nicht das Ganze, was wir haben. Denn das ist etwas wundervolles, wofür wir dankbar sein müssen. Wir wissen beide, dass keiner eine Schuld daran trägt, dass wir uns nicht sehen konnten. Wieso sollte also dann eine Kränkung entstehen? Sind es immer nur unsere Gedanken die dann kränken. Genauso wie wir immer wieder vergessen wollen, dass alles vergänglich ist, wenn etwas zu schön und wundervoll ist. Doch so vergessen wir automatisch, dass auch das Leidvolle vergänglich ist. Wir wissen nicht was in der Zukunft kommen wird. Wissen wir aber, weil wir die Erfahrung schon machen durften, dass all das, was wir beide zusammen haben, uns niemand und nichts mehr nehmen kann. Also mir nimmt so ein Telefonat mit dir immer jeden Anflug von Traurigkeit und versetzt mich in eine unsagbare Ruhe. Ein Urvertrauen, wie im ersten unserer Augenblicke kehrt zurück, das mir sagt, alles ist gut so wie es ist.“

„ Ja, dass äußere Faktoren eine Rolle spielen, wissen wir ja auch. Ich bin aber sehr zuversichtlich dass sich bald wieder eine Gelegenheit ergeben wir, dass wir uns sehen und nah sein können.“ räumte er kurz ein.

Sie blieb weiter ganz ruhig in fester Stimme „ Ich bin mir sicher, dass es so kommen sollte, weil der Zeitpunkt nicht der rechte war. Auch wenn es unsere Sehnsucht, Erwartungen und Wünsche noch stärker gemacht hat. Aber der rechte Zeitpunkt wird kommen. Dann wenn wir nicht damit rechnen. Ja wir wissen, dass es viele Faktoren gibt die eine Rolle spielen. Doch dann werden sie nicht da sein. Wir werden diesen Punkt genau spüren, sehen und erkennen. Da bin ich mir ziemlich sicher.“

Er seufzt:“ Es ist schön deine Stimme zu hören.“

Sie errötet: „Ja, ich finde es auch sehr schön dich zu hören.“

Seine Stimme klingt ernst: „Leider muss ich jetzt Schluss machen. Manche Momente bereichern uns für eine ganze lange Zeit. Ich habe es erleben dürfen mit dir. Ich sehe dich, weil ich mit dir so sehr verbunden bin. Ich sehe dich, weil du dich offenbarst. Ich sehe dich, wenn ich in Gedanken bei dir bin, im Traum in deinem Raum bin und es fühlt sich fantastisch an. Ich sehe dich, wahrscheinlich so, wie du wirklich bist und ich möchte nicht die Augen, Ohren, Kopf und Herz schließen, weil es ein so kostbares Geschenk ist, dich sehen zu dürfen.“

Sie weis gar nicht mehr was sie sagen soll, so ist sie von Verlegenheit berührt, welche auch in ihrem „Ich liebe Dich“ zu hören ist, bevor sie auflegen.

Ergriffen von den ganzen Worten. Erfüllt von dem mächtigen Gefühl der Liebe, kuschelt sie sich auf ihr Sofa zurück. Natürlich verspürt sie Sehsucht. Aber sie gibt ihr keinen Raum.

Kaum hat sie eine gemütliche Position eingenommen, klingelt es an der Tür. „Nein, sie will jetzt nicht aufmachen. Es ist Sonntag, Valentinstagsmorgen. Wer sollte da jetzt bei ihr klingeln. Wahrscheinlich sind es nur wieder irgendwelche Kinder die ins Haus hinein wollen.“ Also bleibt sie da wo sie ist, als es wieder mehrfach hintereinander klingelt.  Sie legt ihre Decke über die Schulter und rappelt sich leicht genervt doch wieder hoch. Da sie eigentlich keinen Besuch erwartet und auch möchte. Sie drückt den Türöffner und gleich darauf hört sie schnelle Schritte auf der Treppe immer näher kommen.

Als sie die Wohnungstür öffnet, stet sie wie paralysiert da, bei dem Anblick der sich ihr bietet. Ihre Decke gleitet aus den Händen. Alles ist noch intensiver und unglaublicher, als wie beim ersten Mal als er genau da stand und ihre Blicke sich das erste Mal trafen. Langsam und ohne Worte geht er auf sie, in der Wohnung stehend, zu. Nimmt sie in all ihrer spürbaren Liebe, fest in den Arm und sie merken nicht mehr, wie die Tür hinter ihnen ganz leise ins Schloss fällt.

 
© by Emma (14.02.2010)

 
(Seht es als meinen kleinen Versuch, eines lyrischen Beitrages zum Valentinstag, zu dem mir kein besserer Titel eingefallen ist, außer den Worten von Zarah Leander).

 

 

Kommentare:

 

Yamuna Ich will mich eher auf die schöne,romantische Liebesgeschichte beziehen und fühle, in unseren Sehnsüchten gibt es unwahrscheinlich viele Räume und Licht.
Kaputtpunkt hat die Leander – große diva, die sie unumstritten war – all ihre schmachtenden worte selber gedichtet? ich recherchiere in sachen genialität & egozentrik…
gruß ohne kuß
kapu

 

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von | November 30, 2010 · 9:34 pm