Schlagwort-Archive: Genuss

Berthold Brecht – Erinnerung an die Marie A.

 
1000 Küsse (18)

 
Erinnerung an die Marie A.

 
An jenem Tag im blauen Mond September
Still unter einem jungen Pflaumenbaum
Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
In meinem Arm wie einen golden Traum.
Und über uns im schönen Sommerhimmel
War eine Wolke, die ich lange sah
Sie war sehr weiß und ungeheuer oben
Und als ich aufsah, war sie nimmer da.

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Erin Brockovich … by Steven Soderbergh

1000 Küsse (13)

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„Liebespaare bitte hier küssen“ … von Vera Burmester … gefunden bei Stefanie Schramm

 
1000 Küsse (12)

 

Vera Burmester: „Liebespaare bitte hier küssen“, by Jenz Steiner (flickr.com).

Vera Burmester: „Liebespaare bitte hier küssen“, by Jenz Steiner (flickr.com).

„Wer verwaltet eigentlich das Küssen? fragt die Künstlerin Vera Burmester. Eine Frage, auf die wir im Ministry of Love nicht antworten mögen, sind wir uns doch der speziellen Problematik dieses Begriffes wohl bewusst. Wir von Germanys next Minstry of Love weigern uns nicht nur deshalb, einen Imperativ für das Küssen aufzustellen. Wir präsentieren, repräsentieren, beobachten, sagen und zeigen. Darin sehen wir eines unser wichtigsten Anliegen. Nichtsdestotrotz war Vera Burmesters Kunstaktion im Öffentlichen Raum symbolisch vielschichtig, imaginär bedeutungsvoll und hatte einen realen Effekt. Fühlten sich doch während der Ausstellungsdauer Liebespaare angeregt, sich gerade an den dafür ausgewiesenen Orten zu küssen.
An stellenweise versteckten Orten hingen in der Innenstadt von Hannover diese Schilder aus Aluminium. Bewusst an Gebotsschilder, wie ‚Einfahrt bitte freihalten‘ gemahnend, spielen diese Kunstwerke mit Wahrnehmung und Assoziation des Betrachters. Dem Gebot folgen oder sich diesem verweigern? Am ehesten wird wohl ein verweigerndes Folgen daraus … einander sich nicht wegen, sondern trotz des Gebotes zu küssen.

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von | Mai 6, 2011 · 1:51 pm

Kiss composite, by Dave Morris

1000 Küsse (10)

Kiss composite: A couple giving each other a kiss. By Dave Morris from Edinburgh, UK.

Kiss composite: A couple giving each other a kiss. By Dave Morris from Edinburgh, UK.

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    Zeichnungen … von Triloff

     

  • Alle Zeichnungen Triloffs sind hier zu finden: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.104415232971611.9751.100002094047619&type=3
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    von | April 14, 2011 · 11:27 am

    Love Exposure von Sion Sono

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Über den Regisseur: Sion Sono, Jahrgang 1961, war schon mit 17 ein bekannter Dichter. Nach dem 1. Preis beim PIA Film Festival 1987 wandte er sich dem Film zu. Auf internationalen Festivals schon lange bekannt, gelang ihm mit SUICIDE CIRCLE der kommerzielle Durchbruch. Für LOVE EXPOSURE erhielt er auf der Berlinale den Caligari Film Preis und den FIPRESCI Preis.
     

    Filmografie (Auswahl): 1992 Heya; 2002 Suicide Circle (Jisatsu sakuru); 2005 Noriko’s Dinner Table (Noriko no shokutaku / NC 07); 2007 Exte: Hair Extensions (Ekusete)

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    von | März 31, 2011 · 11:24 pm

    Nishikawa Sukenobu

     

    1000 Küsse (6)

     

    Vom Küssen und Knutschen. Mund auf, Augen zu, in: taz.de
     

    18th Century Japanese print of a man with his young male lover sneaking a kiss with a female servant.

    18th Century Japanese print of a man with his young male lover sneaking a kiss with a female servant.

    Siehe auch: La originala priskribo estas: Ein Mann entspannt mit einer weiblichen Prostituierten und einem hübschen Jugendlichen. Nishikawa Sukenobu, Druck, Kyoho-Ära (1716-1735).
     

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    von | März 30, 2011 · 10:41 pm

    Yume von Akira Kurosawa

     

    Sonne, die durch den Regen scheint
    Eine alte Legende in Japan erzählt, dass die Füchse heiraten, wenn die Sonne durch den Regen scheint. In diesem ersten Traum trotzt ein fünfjähriger Junge dem Wort der Mutter, bei diesem Regen daheim zu bleiben. Versteckt hinter einem großen Baum im nahen Wald wird er Zeuge einer langsamen Heiratsprozession der Tiere. Aber er wird von ihnen ertappt und rennt davon. Als er versucht, wieder ins Haus zu kommen, sagt ihm die Mutter, ein Fuchs wäre schon da gewesen, und hätte ein Kurzschwert zurückgelassen. Und sie sagt, damit müsse er Selbstmord begehen, da die Füchse verärgert wären, sie dürfe ihn nicht zurück ins Haus lassen, und schlägt das Tor vor ihm zu. Er muss die Füchse finden und um Vergebung bitten, aber diese vergeben selten. Also zieht der Junge in die Berge, zu der Stelle unter dem Regenbogen, das Lager der Kitsune zu finden.

     


    „DREAMS“ a film by Akira Kurosawa, 1990 with Lucas Film & Martin Scorsese
    The first dream. Sunshine through the rain. A little boy happens upon a Fox Tribe’s wedding.

     


    The first dream. Sunshine through the rain. A little boy happens upon a Fox Tribe’s wedding.

     

    Der Pfirsichgarten
    Hina-Matsuri, das Mädchenfest, findet traditionell im Frühling statt, wenn die Pfirsiche in voller Blüte stehen. Die Puppen, die vor diesem Tag gezeigt werden, stehen für die Pfirsichbäume und ihre rosa Blüten, sagt man. Eine Familie hatte aber ihren Garten gemäht, und der Sohn vermisst etwas beim diesjährigen Fest. Bei einem Streit mit seiner älteren Schwester sieht er ein Mädchen aus der Vordertür des Hauses laufen. Er folgt ihr zu dem kahlen Garten, und die Puppen der Sammlung seiner Schwester sind zum Leben erwacht, sie stehen vor ihm auf den Hängen. Die Puppen halten Gericht über den Jungen wegen des Fällens der wertvollen Bäume, doch als sie merken, wie sehr er die Pfirsiche liebte, belohnen sie ihn mit einem Tanz zu Gagaku. Damit erblühen die Pfirsiche für das Kind. Und sie verwelken wieder.

     


    Another little boy finds himself chasing after a phantom girl. Who could she be?

     


    Another little boy finds himself chasing after a phantom girl. Who could she be?

     

    Schneesturm
    Eine Gruppe Bergsteiger kämpft sich durch einen Schneesturm. Sie werden hüfttief zugeschneit und können sich nur noch verzweifelt anschreien. Eine schöne Frau (vielleicht die Yuki Onna der japanischen Mythologie) erscheint langsam aus dem Nirgendwo und versucht einen Bergsteiger, der gerade noch bei Bewusstsein ist, ins Jenseits zu locken. Die Gruppe erwacht aber, als der Himmel sich über dem Gipfel aufklart, und sie sehen, dass sie direkt an einem Lager waren.

     


    A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

     


    A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

     


    A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

     

    Der Tunnel
    Ein japanischer Offizier kehrt aus dem Krieg heim, er wandert entlang einer verwaisten Straße im Morgengrauen, mit hängenden Schultern. Er erreicht einen klaffenden, dunklen Tunnel, der durchquert werden muss. Von dort springt ihn ein Hund an, beladen mit einem seltsamen Rucksack. Tatsächlich handelt es sich um einen Panzerabwehrhund, und das Gepäck ist Sprengstoff. Der Hund treibt ihn knurrend in die hallende Röhre hinein. Als der Tunnel endlich hinter ihm liegt, erscheint ihm der Yūrei eines toten Soldaten, mit blauer Haut. Sie kennen sich, der Soldat starb unter seinem Kommando, sogar in seinen Armen. Voll Reue versucht er seinem Untergebenen beizubringen, dass er es nicht geschafft hätte, aber das Gespenst hat Heimweh nach seiner Familie.
    Das Gespenst verschwindet zurück in den Tunnel, aus dem dann eine Hundertschaft gefallener blaugesichtiger Soldaten auf den Offizier zumarschiert, sein vernichteter 3. Zug. Er hält eine geschriene Rede und befiehlt den Toten kehrt marsch. Dann bricht der Offizier weinend zusammen. Er sieht erneut den dämonischen Hund.

     


    A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

     


    A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

     


    A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

     

    Krähen
    Ein erwachsener Japaner flaniert durch eine Van-Gogh-Ausstellung. Dort steigt er in eine der Versionen der „Brücke von Langlois“, um darin Vincent van Gogh (Martin Scorsese) höchstselbst zu treffen, in den letzten Monaten seines Lebens. Er schildert ihm überzeugt – und getrieben wie eine Lokomotive – seine Kunst. Was Van Gogh in dieser Sequenz malt, muss „Krähen über dem Weizenfeld“ sein. Dann irrt die Person weiter durch Bilder und Skizzen Van Goghs, zur Prélude Nr. 15 in Des-Dur von Frédéric Chopin.

     


    A man at an art exhibit enters the world through Vincent Van Gogh’s eyes.

     


    A man at an art exhibit enters the world through Vincent Van Gogh’s eyes.

     

    Fujiyama in Rot
    Der Fuji bricht aus. Ein Einzelner kämpft sich gegen den Strom einer Menschenmenge in Tokio[3], dazu heulen Sirenen. Allerdings sei auch das Kernkraftwerk explodiert, richtet man ihm aus, wohlgeordnet ein Reaktor nach dem anderen. Sogar der Himmel ist rot wie Lava. Einzelne Flüchtlinge am Strand sinnieren, wie klein Japan doch sei, man müsse wohl ins Meer gehen wie die Lemminge. Verstreutes Gepäck und Abfälle künden davon, wie viele Menschen schon am Boden des Ozeans angekommen sein müssen. Vor der Brandung des Meeres diskutieren die Flüchtlinge über Radioaktivität, Leukämie, Mutationen und einzelne Isotope. Ein Wissenschaftler ertränkt sich.

     


    The effects of mankind.

     

    Der weinende Menschenfresser
    Der Erwachsene stolpert durch eine postapokalyptisch dampfende Steinwüste. Er trifft ein jämmerliches, menschenähnliches Monster, ähnlich einem Oni. Dieses erzählt davon, wie es hier einmal ausgesehen hat, und vom Atomkrieg. Vor allem hat furchtbarer, meterhoher Löwenzahn das Land übernommen. Schmerzensschreie erfüllen die Gegend. Inmitten der Pflanzen erläutert ihm der Menschenfresser die Hierarchien der neuen Welt.
    Tatsächlich handelt es sich um eine Nacherzählung des gleichnamigen buddhistischen Gleichnisses.

     


    The after effects of a nuclear holocaust.

     


    The after effects of a nuclear holocaust.

     


    The after effects of a nuclear holocaust.

     

    Das Dorf mit den Wassermühlen
    Das erwachsene Ich spaziert durch ein ursprüngliches Dorf bei schönstem Sonnenschein, und trifft zwischen Wassermühlen und Bächen einen arbeitenden Greis. Dieser erzählt langsam, gelassen, vernünftig und überzeugend von den Vorzügen eines Daseins im Einklang mit der Natur. Der Film schließt mit einem fröhlichen, bunten, lauten Beerdigungszug für eine Frau, die im Dorf mit den Wassermühlen ein gutes, langes Leben geführt hat.

    Diese Episode wurde auf der Daiō-Wasabi-Farm in Azumino, Präfektur Nagano aufgenommen.

     


    The last dream. A place untouched by modern day… still thriving in the abundancy of Earth and it’s natural resources.

     


    The last dream. A place untouched by modern day… still thriving in the abundancy of Earth and it’s natural resources.

     

     

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    von | März 30, 2011 · 10:19 pm