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High (Kusslyrik) – Kivi

 

1000 Küsse (21)

 

 

Wenn Hände sich küssen.
Wenn Finger beschließen
durch Deine zu fließen.
Die Augen genießen.
Weggleiten.
Sich schließen.
Und Lippen nicht denken,
sich öffnen.
Umschließen
den Atem.
Und fühlen
die zarten
Kuppen,
die streicheln.
Und warten.
Und sehnen,
sich heben
zu dir.
Berühren dich,
schmecken dich leicht weg von hier.
Wenn…
die Luft mir wegbleibt. Sich herumtreibt bei dir.
Wenn… ja wenn alles nur flüstert vorm Schrei,
dann bringt mich das Ganze zur Grenze vom High.

(c)Kivi

 

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Eingeordnet unter 1000 Küsse, Kivi Lake, Lyrik

Nichts … von Kivi Lake

 

„Liebe, ich brauch‘ deine Liebe.“, bettelt der Luftzug.

„Ich weiß nicht wohin…“, tastet der Magen.

„Warum?“, ersticken die Nervenzellen.

„Lass uns vielleicht sowas wie lächeln.“, zucken die Lippen.

„Lass uns brennen.“, flüsten die Augen. „Brennen wie in Säure getränkt.“

„Hör auf!“, brüllt das Blut. Und das Herz pumpt um sein Leben.

Die Lungenflügel implodieren händchenhaltend. Genau wie das Dasein. Gerade.

Unter dem kleinen Stückchen Himmel. Irgendwo in dem großen Nichts.

 
Und er schaut zu. Und sieht nur das Nichts. Drumherum.

 
(c)Kivi

 

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Ich denke an Dich … von Uwe Kampmann

 
Ich denke an Dich

Die Lieblichkeit Deiner Worte erreicht mich und weckt meine Gefühle,
tief und heiss möchte ich auf Dir reisen,
auf Deinen Anhöhen ruhen.
In der Tiefe mich an Deiner Lava wärmen,
Dich von meiner Essenz kosten lassen
und Deinem inneren Blick in die Augen schauen.

Im Licht der Kerzen möchte ich dich flackern sehen,
deine Hände spüren wie sie nach der Liebe greifen,
im Wind deine Haare wehen sehen.
Wie ein Schleier liegst Du auf mir
ohne zu verbergen was uns treibt,
die Nacht verbirgt uns vor den Augen.

Du ahnst meine Waffen und glättest sie wie Seide,
ich spüre deine Scheu auf der Flucht,
deine Lippen öffnen sich zum Kuss
lang und tief, leise im Raum
betrete ich dein Gemach.
Drei Worte des Verlangens in Deinem Ohr
Dein Stöhnen sagt ja und streckt sich mir entgegen.

Meine Hände erfassen Dich von hinten,
von vorn umschliesst die Blüte den Stiel
wie eine Woge im Rausch türmt sich Dein Schrei,
das Meer reisst Dich in die Tiefe;
nass und feucht versinkst Du im Rausch Deiner Sinne
strudeln und wölben mit Glanz in den Augen,
wild liegst Du in der Seide.

Nichts kann uns halten, nur die Lust der Worte
begleiten uns wild, geil und ungehalten
von hier, kein Weg führt zurück
verlassen wir unsere Haut und giessen ineinander
aus dem Kelch der Blume. Der saftige Stiel
tropft wie im Regen, nass und feucht,
die Frucht unserer Liebe rinnt aus Dir.

Der Blick unserer Augen erfasst unser Lächeln,
leise verlieren sich die Worte,
die Hände suchen das Vergangene.
Ein Kuss erneuert den Bund, tief und heiss
drei Worte erreichen Dein Ohr.
Du bist noch seelig trunken von meiner Essenz,
die Träume sind wahr, wir müssen nur leben.

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Der Kuss … von Kivi Lake

1000 Küsse (8)

Der Kuss

 

kivi

 

Fragst nicht.
Du denkst.
Du weißt,
was in mir steht.
Umgehst
und brichst.
Und schmeckst,
wie’s in mir fleht.
Es fetzt.
Krepiert mich.
Fleischt
und küsst.
Aber mein Glück,
dass es auch dich auffrisst.

 

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von | April 10, 2011 · 3:21 pm

Gainsbourg & Gainsbarre als Film … 15. Oktober 2010 in Rekas Blog

 

Film „Gainsbourg“ (Zeit-online, 15.10.2010)

Der wilde Rausch und der Kater danach


Joann Sfar ist ein Meisterstück gelungen. Sein Film zeigt die Leidenschaft und Zerrissenheit, den Ruhm und den Wahn des französischen Musikers Serge Gainsbourg.

Und da ist er wieder, langnasig, segelohrig, ein nonchalantes Grinsen auf den Lippen. Und so charmant, dass das langbeinige Mädchen seufzt. Ihr Französisch hat einen weichen englischen Akzent wie auf alten Schallplatten. Die beiden stehen an der Seine im nächtlichen Paris, und man meint beinahe, sie wären es wirklich: Jane Birkin und Serge Gainsbourg.

Das ist das Meisterstück, das dem Regisseur Joann Sfar in seinem Film Gainsbourg gelungen ist: Der gleichnamige Musiker und Lebenskünstler wird in seinen Bildern lebendig. Und das liegt nicht nur an den Schauspielern Eric Elmosnino und Lucy Gordon, die den Originalen verblüffend ähneln. Es liegt vor allem an Sfars Idee, aus einer Biografie ein Märchen zu machen.
Anstatt eins zu eins verschiedene Szenen aus Gainsbourgs Leben zu imitieren, sucht er nach der Atmosphäre, die den Komponisten von Skandalliedern wie Je t’aime… moi non plus umgibt. Er geht Gainsbourgs Zerrissenheit auf den Grund und seiner Leidenschaft. Und er findet eine Metapher für die diabolische Kraft, die Gainsbourg zu Ruhm und Wahnsinn verführt: Es ist eine groteske Pappmaché-Figur, die das Alter Ego des Künstlers darstellt und ihm nicht von der Seite weicht.
Inspiriert ist sie von einem Plakat, das das Gesicht des „bösen Juden“ darstellt. Der kleine Lucien Ginsburg – so hieß Gainsbourg eigentlich – sieht dieses Plakat an einer Straßenecke. Er ist das Kind russischer Juden, die vor der russischen Revolution nach Frankreich immigriert sind und dort während des Zweiten Weltkriegs wieder verfolgt werden. In dem Gesicht an der Wand sieht Gainsbourg seine eigene „Fresse“, wie die Gestalt künftig genannt wird, die seine rege Fantasie annimmt.
Sie begleitet ihn in das Kinderheim außerhalb der Stadt, in dem er sich versteckt, und schickt ihn nachts in den Wald, als Nationalsozialisten das Kinderheim durchkämmen. Erwachsen geworden flaniert sie mit ihm durch Paris und gibt dem Taumelnden den letzten Schubs in die Arme schöner Frauen. Mit einer Rose in der Hand steht die „Fresse“ neben ihm vor der Tür Juliette Grecos und raunt: „Hätte sie dich so spät nachts eingeladen, wenn sie sich nur einen Song von dir gewünscht hätte?“

Gainsbourg verlässt seine Frau und findet sich in den Betten der schönsten Frauen wieder. Brigitte Bardot (Laetitia Casta) tanzt durch sein Arbeitszimmer, mit flatternden Haaren wie die Venus von Botticelli, nur mit einem Laken verhüllt. Es geht um Liebe und Leidenschaft, um wilden Rausch und die Schmerzen des Katers danach. Es geht um den Glanz des Künstlertums, der ein so flüchtiger ist.

Als sich Serge bis über beide Ohren in Jane Birkin verknallt, lümmelt die „Fresse“ schmollend in der Ecke und raucht eine Gitane nach der anderen. Der sesshafte Serge, der mit der Birkin in der Badewanne ein Kind zeugt, gefällt ihr gar nicht. Aber sie weiß, eines Tages wird sie wieder die Oberhand gewinnen. Gainsbourg wird ihr aufs Neue verfallen, er wird sein selbstzerstörerisches Leben bis zum Ende führen. Mit ihren dünnen Spinnenfingern trommelt die „Fresse“ an den Türstock. Ein wenig erinnert sie dabei an den Pan aus Pans Labyrinth, und tatsächlich wird sie auch vom selben Schauspieler, Doug Jones, gespielt.

Oft lässt Gainsbourg an Guillermo del Toros Märchen denken, da auch hier das Surreale immer wieder Einzug in die vertraute Welt hält. Ganz Paris wird zu einem Märchen unter den Händen von Joann Sfar, der sich bisher als Comiczeichner einen Namen gemacht hat, was man jedem seiner durchkomponierten Bildern anmerkt.

Und dann gibt es diese Momente, in denen die Musik die Oberhand gewinnt. Sfar setzt sie nur punktuell ein, legt keinen Gainsbourg-Klangteppich unter die Bilder, sondern lässt nur manchmal ein paar Takte anklingen von diesem unvergleichlichen Sound. Da steht Jane Birkin alias Lucy Gordon im Studio und haucht „Je t’aime…“. Die Geigen explodieren. Und es fühlt sich genau so an, wie es gewesen sein muss.

Brigitte Bardot (Laetitia Casta) und Serge Gainsbourg (Éric Elmosnino)

 

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von | Januar 18, 2011 · 12:45 am

Björk – All Is Full Of Love … 18. September 2010




Directed by Chris Cunningham. Written by Björk. Published by Universal Music Publishing Ltd/Famous Music. ® 1999 Björk Overseas Ltd/One Little Indian Ltd.



Wie ich finde, ist dies immer noch eine der schönsten Musikproduktionen zum Thema. Nicht nur musikalisch, sondern auch visuell. Einfach zeitlos.*



Björk – All Is Full Of Love


you’ll be given love
you’ll be taken care of
you’ll be given love
you have to trust it
maybe not from the sources
you’ve pured yours into
maybe not from the directions
you are staring at
twist your head around
it’s all around you
all is full of love
all around you
all is full of love
you just ain’t receiving
all is full of love
your phone is off the hook
all is full of love
your doors are all shut
all is full of love


* Björk, eine der innovativsten Künstlerinnen des Videoclips der 1990er Jahre, engagierte Chris Cunningham für »All Is Full of Love«. Das Video ist eine elegante, bewegende Darstellung von zwei Björk-Robotern. Während sie zusammengebaut werden und zum Leben erwecken, singen sie gemeinsam und verlieben sich ineinander. Das Video kommt zu einem glücklichen Höhepunkt, als die Roboter sich vereinigen in der Umarmung, während sie noch von den Maschinen vollendet werden. Jeder Roboter ist von Cunningham selbst gestaltet. Die Gesichter erinnern an Björk. Die sterile Atmosphäre, das Licht und die computerisierten Bewegungen der Maschinen stehen im Kontrast zu den flüssigen Bewegungen der Roboter, die sich auf quasi menschliche Weise verbinden. (Quelle: http://www.director-file.com/cunningham/521.html)


Björk - All is full of love, by thafab

Björk - All is full of love, by thafab



  • Bildnachweis, photobucket

  • Kommentare:
    Steff Adams: Ich bin auch ein totaler Björk Fan! Eine tolle Frau. Nur bei dem Film mit Ihr, habe ich von der 15 min bis zum Ende geheult, unglaublich, das das ein Film schaffen kann. Danke Steff

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    von | Januar 14, 2011 · 1:45 am

    Bukarest (1928) Hot Foxtrott … 11. Juni 2010

    Bukarest!

    Weißgeschminkte Frauen gehen an mir vorbei in Bukarest, am Boulevard;
    Klein Paris die Calea Victoriei, wie Bukarest schon immer war!
    Bogenlampen flammen über dem Asphalt, sie spiegeln all der Blicke Glut;
    ach Romäniens Nächte sind so bitter kalt, doch heiß rollt der Romänin Blut!
    Fraun mit dem Blick voller Liebe, die uns erschauern lässt!
    Wünsche verhaltener Triebe: Leeret den Becher bis zum Rest.

    Lächelt der Mond in das Liebesnest: Bukarest!
    Feiern wir heute ein Liebesfest! Bukarest!
    Schlingt um den Nacken ein Arm sich leis,
    wirds in der kältesten Nacht dir heiß,
    wenn sich dann Lippe auf Lippe presst in Bukarest!

    Rasend rollt vorüber hier ein Dreigespann, jetzt hält es an, die Schöne winkt;
    winkt dem, der die Seele ihr zertrat, dem Mann, ihr kalter Blick des Hasses blinkt
    Lachend schwingt er sich zu ihr in das Coupé, drei Rosse fliegen pfeilgeschwind,
    fliegen rauf die lange Kiseleffchaussé, wie schnell sie heut in Controceni sind
    Aus ihrem Pelz spricht ihr Mündchen: „Du bist mein Gast heute Nacht!
    Noch am Kamine ein Stündchen, so, wie wirs öffters verbracht!

    Lächelt der Mond in das Liebesnest: Bukarest!
    Feiern wir heute ein Liebesfest! Bukarest!
    Schlingt um den Nacken ein Arm sich leis,
    wirds in der kältesten Nacht dir heiß,
    wenn sich dann Lippe auf Lippe presst in Bukarest!

    Eine weiße Villa ganz im Maurenstil nur er und sie, sie zwei: allein!
    Auf dem weißen Eisbärfell im Vestebule ein Nacktes Weib im Mondenschein.
    Prasselnd lodert im Kamine auf die Glut; ersticktes Stöhnen quälend quillt
    Sickert nicht von beider Lippen rotes Blut im Küssen und im Rausch so wild?
    Rächende Sphinx ohne Seele! Irre!! Halt ein!! Halt ein!!
    Liegt mit durchbissener Kehle bleich in dem Mondenschein

    Kalt scheint der Mond in das Liebesnest: Bukarest!
    Kalt ist das Ende vom Liebesfest! Bukarest!
    Hab heut ein rächendes Weib gesehn:
    Schön war es, wie die Sünde so schön,
    das leerte den Becher: „Vergeltung bis zum Rest in Bukarest!

    *********

    Bukarest
    Foxtrot (Hans Kandler)

    Saxophon Orchester mit Refraingesang

    Kalliope Electro K1137/Zw.4331
    Berlin, late 1928

    This is most prob. a Studioband led by Friedrich Kark. Kark, who sometimes did the arr. was between 1910 and 1933 leader from a lot studiobands, recording for almost every record company in Germany. Often you can find him with dime store (cheap warehouse) Labels.

    For Kalliope he often used the name Saxophon (Dance) Orchestra, prob. in mind the sucessful „Saxophon Orchestra Dobbri“ on Beka.

    His name was only used with the 17 cm „Derby“ Label as KARKOFF Orchestra – witch are in fact from time to time the Paul Godwin, Dajos Bela or Dobbri Orchestra…..

    **********

    2 Kommentare

    von | Januar 13, 2011 · 3:06 am

    So nah … eingereicht von Ulli, 03 Juni 2010

    So nah

    Ich kann deine Lippen
    nicht mehr auf meinen spüren,
    aber ich fühle immer noch
    deine zärtlichen Küsse.

    Ich kann deine Augen
    nicht mehr sehen,
    aber ich spüre immer noch
    deine Blicke auf mir ruhen.

    Ich kann deine Hände
    nicht mehr fühlen,
    aber ich spüre immer noch
    deine zarten Berührungen.

    Ich kann deine Stimme
    nicht mehr hören
    aber deine Worte
    sind in meinem Hirn

    Du bist so fern
    und mir doch
    so nah.

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    von | Januar 13, 2011 · 12:36 am