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Ich denke an Dich … von Uwe Kampmann

 
Ich denke an Dich

Die Lieblichkeit Deiner Worte erreicht mich und weckt meine Gefühle,
tief und heiss möchte ich auf Dir reisen,
auf Deinen Anhöhen ruhen.
In der Tiefe mich an Deiner Lava wärmen,
Dich von meiner Essenz kosten lassen
und Deinem inneren Blick in die Augen schauen.

Im Licht der Kerzen möchte ich dich flackern sehen,
deine Hände spüren wie sie nach der Liebe greifen,
im Wind deine Haare wehen sehen.
Wie ein Schleier liegst Du auf mir
ohne zu verbergen was uns treibt,
die Nacht verbirgt uns vor den Augen.

Du ahnst meine Waffen und glättest sie wie Seide,
ich spüre deine Scheu auf der Flucht,
deine Lippen öffnen sich zum Kuss
lang und tief, leise im Raum
betrete ich dein Gemach.
Drei Worte des Verlangens in Deinem Ohr
Dein Stöhnen sagt ja und streckt sich mir entgegen.

Meine Hände erfassen Dich von hinten,
von vorn umschliesst die Blüte den Stiel
wie eine Woge im Rausch türmt sich Dein Schrei,
das Meer reisst Dich in die Tiefe;
nass und feucht versinkst Du im Rausch Deiner Sinne
strudeln und wölben mit Glanz in den Augen,
wild liegst Du in der Seide.

Nichts kann uns halten, nur die Lust der Worte
begleiten uns wild, geil und ungehalten
von hier, kein Weg führt zurück
verlassen wir unsere Haut und giessen ineinander
aus dem Kelch der Blume. Der saftige Stiel
tropft wie im Regen, nass und feucht,
die Frucht unserer Liebe rinnt aus Dir.

Der Blick unserer Augen erfasst unser Lächeln,
leise verlieren sich die Worte,
die Hände suchen das Vergangene.
Ein Kuss erneuert den Bund, tief und heiss
drei Worte erreichen Dein Ohr.
Du bist noch seelig trunken von meiner Essenz,
die Träume sind wahr, wir müssen nur leben.

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Eingeordnet unter Lyrik, Uwe Kampmann

Love Exposure von Sion Sono

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über den Regisseur: Sion Sono, Jahrgang 1961, war schon mit 17 ein bekannter Dichter. Nach dem 1. Preis beim PIA Film Festival 1987 wandte er sich dem Film zu. Auf internationalen Festivals schon lange bekannt, gelang ihm mit SUICIDE CIRCLE der kommerzielle Durchbruch. Für LOVE EXPOSURE erhielt er auf der Berlinale den Caligari Film Preis und den FIPRESCI Preis.
 

Filmografie (Auswahl): 1992 Heya; 2002 Suicide Circle (Jisatsu sakuru); 2005 Noriko’s Dinner Table (Noriko no shokutaku / NC 07); 2007 Exte: Hair Extensions (Ekusete)

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von | März 31, 2011 · 11:24 pm

Gainsbourg & Gainsbarre als Film … 15. Oktober 2010 in Rekas Blog

 

Film „Gainsbourg“ (Zeit-online, 15.10.2010)

Der wilde Rausch und der Kater danach


Joann Sfar ist ein Meisterstück gelungen. Sein Film zeigt die Leidenschaft und Zerrissenheit, den Ruhm und den Wahn des französischen Musikers Serge Gainsbourg.

Und da ist er wieder, langnasig, segelohrig, ein nonchalantes Grinsen auf den Lippen. Und so charmant, dass das langbeinige Mädchen seufzt. Ihr Französisch hat einen weichen englischen Akzent wie auf alten Schallplatten. Die beiden stehen an der Seine im nächtlichen Paris, und man meint beinahe, sie wären es wirklich: Jane Birkin und Serge Gainsbourg.

Das ist das Meisterstück, das dem Regisseur Joann Sfar in seinem Film Gainsbourg gelungen ist: Der gleichnamige Musiker und Lebenskünstler wird in seinen Bildern lebendig. Und das liegt nicht nur an den Schauspielern Eric Elmosnino und Lucy Gordon, die den Originalen verblüffend ähneln. Es liegt vor allem an Sfars Idee, aus einer Biografie ein Märchen zu machen.
Anstatt eins zu eins verschiedene Szenen aus Gainsbourgs Leben zu imitieren, sucht er nach der Atmosphäre, die den Komponisten von Skandalliedern wie Je t’aime… moi non plus umgibt. Er geht Gainsbourgs Zerrissenheit auf den Grund und seiner Leidenschaft. Und er findet eine Metapher für die diabolische Kraft, die Gainsbourg zu Ruhm und Wahnsinn verführt: Es ist eine groteske Pappmaché-Figur, die das Alter Ego des Künstlers darstellt und ihm nicht von der Seite weicht.
Inspiriert ist sie von einem Plakat, das das Gesicht des „bösen Juden“ darstellt. Der kleine Lucien Ginsburg – so hieß Gainsbourg eigentlich – sieht dieses Plakat an einer Straßenecke. Er ist das Kind russischer Juden, die vor der russischen Revolution nach Frankreich immigriert sind und dort während des Zweiten Weltkriegs wieder verfolgt werden. In dem Gesicht an der Wand sieht Gainsbourg seine eigene „Fresse“, wie die Gestalt künftig genannt wird, die seine rege Fantasie annimmt.
Sie begleitet ihn in das Kinderheim außerhalb der Stadt, in dem er sich versteckt, und schickt ihn nachts in den Wald, als Nationalsozialisten das Kinderheim durchkämmen. Erwachsen geworden flaniert sie mit ihm durch Paris und gibt dem Taumelnden den letzten Schubs in die Arme schöner Frauen. Mit einer Rose in der Hand steht die „Fresse“ neben ihm vor der Tür Juliette Grecos und raunt: „Hätte sie dich so spät nachts eingeladen, wenn sie sich nur einen Song von dir gewünscht hätte?“

Gainsbourg verlässt seine Frau und findet sich in den Betten der schönsten Frauen wieder. Brigitte Bardot (Laetitia Casta) tanzt durch sein Arbeitszimmer, mit flatternden Haaren wie die Venus von Botticelli, nur mit einem Laken verhüllt. Es geht um Liebe und Leidenschaft, um wilden Rausch und die Schmerzen des Katers danach. Es geht um den Glanz des Künstlertums, der ein so flüchtiger ist.

Als sich Serge bis über beide Ohren in Jane Birkin verknallt, lümmelt die „Fresse“ schmollend in der Ecke und raucht eine Gitane nach der anderen. Der sesshafte Serge, der mit der Birkin in der Badewanne ein Kind zeugt, gefällt ihr gar nicht. Aber sie weiß, eines Tages wird sie wieder die Oberhand gewinnen. Gainsbourg wird ihr aufs Neue verfallen, er wird sein selbstzerstörerisches Leben bis zum Ende führen. Mit ihren dünnen Spinnenfingern trommelt die „Fresse“ an den Türstock. Ein wenig erinnert sie dabei an den Pan aus Pans Labyrinth, und tatsächlich wird sie auch vom selben Schauspieler, Doug Jones, gespielt.

Oft lässt Gainsbourg an Guillermo del Toros Märchen denken, da auch hier das Surreale immer wieder Einzug in die vertraute Welt hält. Ganz Paris wird zu einem Märchen unter den Händen von Joann Sfar, der sich bisher als Comiczeichner einen Namen gemacht hat, was man jedem seiner durchkomponierten Bildern anmerkt.

Und dann gibt es diese Momente, in denen die Musik die Oberhand gewinnt. Sfar setzt sie nur punktuell ein, legt keinen Gainsbourg-Klangteppich unter die Bilder, sondern lässt nur manchmal ein paar Takte anklingen von diesem unvergleichlichen Sound. Da steht Jane Birkin alias Lucy Gordon im Studio und haucht „Je t’aime…“. Die Geigen explodieren. Und es fühlt sich genau so an, wie es gewesen sein muss.

Brigitte Bardot (Laetitia Casta) und Serge Gainsbourg (Éric Elmosnino)

 

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von | Januar 18, 2011 · 12:45 am

Was wäre Liebe ohne Tanz? … 03. November 2010

 
Liebe Freunde & Kollegen,

Steff Adams schöne Musikblogs haben mich inspiriert, das Thema Tanzen und Liebe aufzugreifen. Deshalb hier für alle Cineasten der Blog zum Thema.

Rhythmische Grüße
von Eurer
Social Secretary

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
PS.: In eigener Sache: Germanys next Bundeskabinett wünscht sich eine(n) Berlinale, Internationale Kurzfilmtage, Festival International du Film, Mostra Internationale del Cinema usw. begeisterte(n) Freund(in), der oder die Germanys next Minister für Film & Kino werden möchte. Das wäre eine wunderbare Ergänzung für das next Bundeskabinett. Wer Lust und Laune dazu hat, möge dies bitte hier oder auf der Seite von Germanys next Bundeskabinett als Kommentar kundtun. Alles Weitere danach …

 
Kommentare:

 
Das Ministerium Für Liebe
Neben den Martial Arts Filmen und dem Sundance Film Festival natürlich Bollywood, ich habe Bollywood vergessen. Einer meiner diesbezüglichen Lieblingsfilme …

 

 
Das Ministerium Für Liebe
… Hier die dramatische Kurzfassung
Veer und Zaara – Die Legende einer Liebe

 
Yamuna
das wäre ein Gewinn

 
Das Ministerium Für Liebe
Ja, liebe Yamuna, das wäre mein diesjähriger Germanys next Weihnachtswunsch.

 

My Christmas wish

 
Cineastische Grüße,
von der
SoSe

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von | Januar 15, 2011 · 2:56 am

Björk – All Is Full Of Love … 18. September 2010




Directed by Chris Cunningham. Written by Björk. Published by Universal Music Publishing Ltd/Famous Music. ® 1999 Björk Overseas Ltd/One Little Indian Ltd.



Wie ich finde, ist dies immer noch eine der schönsten Musikproduktionen zum Thema. Nicht nur musikalisch, sondern auch visuell. Einfach zeitlos.*



Björk – All Is Full Of Love


you’ll be given love
you’ll be taken care of
you’ll be given love
you have to trust it
maybe not from the sources
you’ve pured yours into
maybe not from the directions
you are staring at
twist your head around
it’s all around you
all is full of love
all around you
all is full of love
you just ain’t receiving
all is full of love
your phone is off the hook
all is full of love
your doors are all shut
all is full of love


* Björk, eine der innovativsten Künstlerinnen des Videoclips der 1990er Jahre, engagierte Chris Cunningham für »All Is Full of Love«. Das Video ist eine elegante, bewegende Darstellung von zwei Björk-Robotern. Während sie zusammengebaut werden und zum Leben erwecken, singen sie gemeinsam und verlieben sich ineinander. Das Video kommt zu einem glücklichen Höhepunkt, als die Roboter sich vereinigen in der Umarmung, während sie noch von den Maschinen vollendet werden. Jeder Roboter ist von Cunningham selbst gestaltet. Die Gesichter erinnern an Björk. Die sterile Atmosphäre, das Licht und die computerisierten Bewegungen der Maschinen stehen im Kontrast zu den flüssigen Bewegungen der Roboter, die sich auf quasi menschliche Weise verbinden. (Quelle: http://www.director-file.com/cunningham/521.html)


Björk - All is full of love, by thafab

Björk - All is full of love, by thafab



  • Bildnachweis, photobucket

  • Kommentare:
    Steff Adams: Ich bin auch ein totaler Björk Fan! Eine tolle Frau. Nur bei dem Film mit Ihr, habe ich von der 15 min bis zum Ende geheult, unglaublich, das das ein Film schaffen kann. Danke Steff

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    von | Januar 14, 2011 · 1:45 am

    SoundCloud … eingereicht von Dominic Memmel, 17. September 2010

    Liebe geht auch durch die Ohren, im hier vorliegenden Falle ist es die Liebe zur guten, alten elektronischen Tanzmusik. Und die möcht ich gerne mit Euch teilen:

    tanzcafé-kommando

    tanzcafé-kommando, Dominic Memmel, Mainz-Kastel, Germany

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    von | Januar 14, 2011 · 1:36 am

    Sommerferien für das Ministry of Love … 22 Juli 2010

    Liebe Kollegen, Freunde und Förderer des Ministry of Love,

     

    hitzebedingt bin ich nun vollends kollabiert, ebenso wie mein durchgebrannter Computer. Dieser muss nun seinen wohlverdienten Wartungsurlaub antreten, denn mit einem lädierten Rechner geht hier im Ministerium gar nix. Deshalb verabschiede ich mich im Namen aller Kollegen des Ministry of Love in die vorzeitigen Sommerferien.

    Profilfoto von ó¿ó (http://www.myspace.com/vismyspaceapp)

    Traditionellerweise sind im August große Ferien. Wir sehen und hören uns deshalb ab September wieder in alter Frische.

    Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Sommer mit viel Hitzefrei wo immer Ihr alle sein werdet. Lasst es Euch gut gehen und macht es Euch schön. Genießt die Zeit wie immer mit viel Herz und Liebe.

    Eure Social Secretary

    love (http://media.photobucket.com/image/love/irinaloveangel/hgfgfgfgf.jpg?o=2)

    love

    Kommentare:

    Im Lichte des Nachtläufers Ich wünsche Dir eine wunderbare Sommerzeit! Ich bin im August auch drei Wochen weg. Bis dann im September.
    Viele liebe Grüße
    Andi

    Yamuna Dir auch eine wunderbare Zeit

    Ein Sommernachtstraum

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    von | Januar 14, 2011 · 12:45 am

    Jens Lekman – Your Arms Around Me … 11. Juni 2010

    Liebe Kollegen und Freunde,

    inspiriert durch Germanys next Minister für Innere Schönheit in spé, läute ich hiermit die informelle Jens Lekman-Woche ein. Eine Woche lang Musik von Jens Lekman in unregelmäßigen Abständen. Viel Hörgenuss dabei wünscht Euch

    die
    Social Secretary (in Vertretung aller abwesenden Kollegen)

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    von | Januar 13, 2011 · 3:02 am