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Ich denke an Dich … von Uwe Kampmann

 
Ich denke an Dich

Die Lieblichkeit Deiner Worte erreicht mich und weckt meine Gefühle,
tief und heiss möchte ich auf Dir reisen,
auf Deinen Anhöhen ruhen.
In der Tiefe mich an Deiner Lava wärmen,
Dich von meiner Essenz kosten lassen
und Deinem inneren Blick in die Augen schauen.

Im Licht der Kerzen möchte ich dich flackern sehen,
deine Hände spüren wie sie nach der Liebe greifen,
im Wind deine Haare wehen sehen.
Wie ein Schleier liegst Du auf mir
ohne zu verbergen was uns treibt,
die Nacht verbirgt uns vor den Augen.

Du ahnst meine Waffen und glättest sie wie Seide,
ich spüre deine Scheu auf der Flucht,
deine Lippen öffnen sich zum Kuss
lang und tief, leise im Raum
betrete ich dein Gemach.
Drei Worte des Verlangens in Deinem Ohr
Dein Stöhnen sagt ja und streckt sich mir entgegen.

Meine Hände erfassen Dich von hinten,
von vorn umschliesst die Blüte den Stiel
wie eine Woge im Rausch türmt sich Dein Schrei,
das Meer reisst Dich in die Tiefe;
nass und feucht versinkst Du im Rausch Deiner Sinne
strudeln und wölben mit Glanz in den Augen,
wild liegst Du in der Seide.

Nichts kann uns halten, nur die Lust der Worte
begleiten uns wild, geil und ungehalten
von hier, kein Weg führt zurück
verlassen wir unsere Haut und giessen ineinander
aus dem Kelch der Blume. Der saftige Stiel
tropft wie im Regen, nass und feucht,
die Frucht unserer Liebe rinnt aus Dir.

Der Blick unserer Augen erfasst unser Lächeln,
leise verlieren sich die Worte,
die Hände suchen das Vergangene.
Ein Kuss erneuert den Bund, tief und heiss
drei Worte erreichen Dein Ohr.
Du bist noch seelig trunken von meiner Essenz,
die Träume sind wahr, wir müssen nur leben.

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Eingeordnet unter Lyrik, Uwe Kampmann

Seelensteine … eingereicht von Andi_206, 09 Mai 2010

 

Ich sammele Augen

Um in sie zu blicken

Jedes Auge ist für mich

Eine Sonne im Universum
 

Für sich allein

Sagen ein paar Augen

Nichts aus

Egal wie wunderschön sie sind
 

Ich habe schon sehr viele

Faszinierende und einzigartige Augen gesehen

Doch die Schönheit und ihr Strahlen

Hat ihre Quelle in der Seele des Menschen
 

 

Ich suche deine Augen

Wie ich sie im Traum gesehen habe

Es müssen deine sein

In ihnen steckt so viel Gefühl und Wärme
 

Das Licht fällt in sie ein

In schmale Schächte

Zugänge in eine tief verborgene Höhle

Auf ihrem Grund ist sie übersäht mit bläulich schimmernden Kristallen
 

In deinem Innersten finde ich eine überwältigend schöne Tropfsteinhöhle

Jeder Tropfen ein Gedanke, den du dachtest

Ich sehe dich im Wald aus Tropfsteinen

In einer bläulichen Sphäre
 
 

Ich spüre deine Seele

Sie ist wie ein gehauchter zarter Nebel

Der mich umhüllt

Wie feine Seide
 
 

Nur mit dem Gefühl kann ich dich berühren

Du fühlst dich wunderbar schön an

Wie ein klarer Bergbach durchströmst du mich

Dein Wasser ist köstlich, frisch und rein
 
 

Ich sehe deine Seelensteine

Durch das Wasser schimmern

Jeder einzelne davon ist ein Grund

Dich ein Leben lang zu lieben
 
 

© Andi_206, August 2009

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von | Januar 12, 2011 · 8:27 pm

Phönix, eingereicht von „Muse“, 21. April 2010


Phönix

Herr schenk mir Flügel
für heute Nacht,
damit sie mich
zu ihm tragen können.
Nur für einen Moment,
einen unendlichen Augenblick.
Morgen ist so weit.
Mein Herz fängt Feuer
in Gedanken an ihn.
Lass mich sterben,
mache einen Feuervogel aus mir,
mit Flügeln aus Seide, so weich.
Nein –  ich habe keine Angst
vor dem Tod in dieser Nacht.
Das Feuer leuchtet hell,
in seinen Armen werd‘ ich auferstehn.

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von | November 30, 2010 · 8:11 pm