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Lass dich fallen – Joseph Beuys

 
Liebesbriefe (21)

 
Lass dich fallen,
lerne Schlangen beobachten,
pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein,
mache kleine Zeichen, die “ ja “ sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume.
Weine bei Kinofilmen,
schaukle so hoch du kannst,
mit deiner Schaukel im Mondlicht.
Pflege verschiedene Stimmungen,
verweigere “ verantwortlich zu sein „,
tue es aus Liebe.
Glaube an Zauberei,
lache eine Menge,
bade im Mondlicht.
Träume wilde, phantasievolle Träume,
zeichne auf die Wände.
Lies jeden Tag.
Stell dir vor, du wärst verzaubert,
kichere mit Kindern, höre alten Leuten zu.
Spiele mit allem,
unterhalte das Kind in dir,
du bist unschuldig,
baue eine Burg aus Decken,
werde nass,
umarme Bäume,
schreibe Liebesbriefe.

Joseph Beuys

 

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Autistisches Wiegenlied … Sybille Lengauer

 

Höre wie mein Atem durch die Weiten zu dir treibt,

Höre dass mein Herz sich in der Flut des Blutes wiegt,

Mein Blick, ein stetes Gleißen, sucht,

Die Summe der einzelnen Triebe.

Während du wartest, verborgen in deiner Hülle,

Während du gleitest, stillschweigend in der Raumzeit,

Spielt mir dein Schlaflied die Antwort ins Ohr:

Den goldene Schnitt unserer Liebe.

So träum ich mich aus dir.

Träume dich zu mir.

Träume ich.

Friedlich.

Bei dir.

 
© Sybille Lengauer

 

 

 

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von | Juli 25, 2011 · 1:56 am

Ich denke an Dich … von Uwe Kampmann

 
Ich denke an Dich

Die Lieblichkeit Deiner Worte erreicht mich und weckt meine Gefühle,
tief und heiss möchte ich auf Dir reisen,
auf Deinen Anhöhen ruhen.
In der Tiefe mich an Deiner Lava wärmen,
Dich von meiner Essenz kosten lassen
und Deinem inneren Blick in die Augen schauen.

Im Licht der Kerzen möchte ich dich flackern sehen,
deine Hände spüren wie sie nach der Liebe greifen,
im Wind deine Haare wehen sehen.
Wie ein Schleier liegst Du auf mir
ohne zu verbergen was uns treibt,
die Nacht verbirgt uns vor den Augen.

Du ahnst meine Waffen und glättest sie wie Seide,
ich spüre deine Scheu auf der Flucht,
deine Lippen öffnen sich zum Kuss
lang und tief, leise im Raum
betrete ich dein Gemach.
Drei Worte des Verlangens in Deinem Ohr
Dein Stöhnen sagt ja und streckt sich mir entgegen.

Meine Hände erfassen Dich von hinten,
von vorn umschliesst die Blüte den Stiel
wie eine Woge im Rausch türmt sich Dein Schrei,
das Meer reisst Dich in die Tiefe;
nass und feucht versinkst Du im Rausch Deiner Sinne
strudeln und wölben mit Glanz in den Augen,
wild liegst Du in der Seide.

Nichts kann uns halten, nur die Lust der Worte
begleiten uns wild, geil und ungehalten
von hier, kein Weg führt zurück
verlassen wir unsere Haut und giessen ineinander
aus dem Kelch der Blume. Der saftige Stiel
tropft wie im Regen, nass und feucht,
die Frucht unserer Liebe rinnt aus Dir.

Der Blick unserer Augen erfasst unser Lächeln,
leise verlieren sich die Worte,
die Hände suchen das Vergangene.
Ein Kuss erneuert den Bund, tief und heiss
drei Worte erreichen Dein Ohr.
Du bist noch seelig trunken von meiner Essenz,
die Träume sind wahr, wir müssen nur leben.

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B.B.-Nr.36: „NEUROKOSMISCHE ODE AN DIE SINGLES DER WELT“ 2011 … von Tom de Toys

 

SUNSET ALIENS (c) De Toys, 10.2.2008 (Blick in die Rummelsburger Bucht, Berlin)

SUNSET ALIENS (c) De Toys, 10.2.2008 (Blick in die Rummelsburger Bucht, Berlin)

 

 

Bruno Brachland, Nr.36, 16.4.2011 (8:57+9:35+9:58)

 

NEUROKOSMISCHE ODE AN DIE SINGLES DER WELT
 

aber warte mein heimlicher freund
warum läufst du denn weg
heute sollst du nicht weinen
ich bin doch dein seelenverwandter
du kennst mich schon lange
aus deinen träumen wir schauten
durch unsere gläserne sehnsucht hindurch
ohne zu sprechen ja ohne zu denken
wir waren das ziel füreinander
der anfang der echten geschichte
das ganze verflixte universum
strömt durch unsere liebe
erinnerst du dich daran wie wir
uns einig waren nichts fragen brauchten
wie das gefühl füreinander das ganze
leben versüßt weil es nun endlich
von sinn erfüllt leuchtet ein strahlen
und schimmern ein glanz in der luft
auf den dingen das zittern der moleküle
das sanfte vibrieren der zellen
als würde gott durch uns hindurch fluten
als würde die ewigkeit endlich für immer
in unserer gegenwart stattfinden
das paradies nirgendwo anders
das märchen es muß einmal gesagt sein
es ist keine lüge es kann jederzeit losgehen
du wartest und wartest und dann passiert
plötzlich der urknall ganz nebenbei
wie das händewaschen und zähneputzen
der mensch steht da so plötzlich
daß keine zeit für entscheidungen bleibt
die entscheidung des lebens hat dich
aus der traurigkeit abgeholt du
lässt dich ins bodenlose hineinfallen
denn diesmal spürst du deine wurzeln
im freien fall der begegnung
mit weit geöffneten mündern pupillen
und pochenden herzen ein blick
konnte genügen ein kuss beweisen
was sämtliche bücher verschweigen
oder nur zwischen den zeilen verraten
du hast allen grund weiter zu machen
mein freund du bist nicht der verrückte
der einzige einsame du bist nicht alleine
mit dieser hoffnung mit diesem plan
dieser ahnung es lohnt sich nicht aufzugeben
denn nur ein einziger augenblick
in den armen des wirklich vermissten
entschädigt die qualen und selbstzweifel
von gestern die vorgeschichte
mag länger andauern als deine geduld
aber sobald dieses wunder geschieht
hast du viel zu erzählen legenden
und schoten die peinlichsten anekdoten
das lachen verdoppelt sich grenzenlos
und sein echo verschmilzt
mit der stille des universums
 

 

JaNoWitz (c) De Toys, 6.9.2007

JaNoWitz (c) De Toys, 6.9.2007

 

1 Rose ist 1 Rose ist 1 Rose (c) De Toys, 24.1.2008

1 Rose ist 1 Rose ist 1 Rose (c) De Toys, 24.1.2008

 

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von | April 18, 2011 · 6:10 pm

Fragen, by Gisi

 
Fragen,

 
so viel ist ungesagt


ungefühlt


so viel Schweigen,


selbst dem Wind ist die Luft


ausgegangen.

 

Wo bist du geblieben,


so viele Versprechungen,


so viel Hoffen

 

 

Du hast meine Wolken stehen


lassen, dort wo ich mich


immer getragen fühlte,


sie hängen erdrückend


auf meiner Seele.

 

 

Wo bist du geblieben,


so viele Versprechungen,


so viel Hoffen.

 

 

Nun durchfliege ich


meine Welt ohne dich


dabei waren du und ich,


wir.

 

 

Wo bist du geblieben,


so viele Versprechungen,


so viel Hoffen

 

 

Du hast versprochen


und gebrochen,


die Liebe,


meine Wolken verweht nicht mal der


Wind.

 

 

Wo bist du geblieben,


so viele Versprechungen,


so viel Hoffen?

 

 

In meinen Träumen


zerstörst du nicht’s


es sind meine Versprechungen,


sie leben unaufhörlich!

 

 

Wo bist du geblieben,


so viele Versprechungen,


so viel Hoffen?

 

 

Ein Liebeslied an


die, die diese Erde zerstören!

 

 

by Gisi

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von | April 4, 2011 · 10:22 am

Yume von Akira Kurosawa

 

Sonne, die durch den Regen scheint
Eine alte Legende in Japan erzählt, dass die Füchse heiraten, wenn die Sonne durch den Regen scheint. In diesem ersten Traum trotzt ein fünfjähriger Junge dem Wort der Mutter, bei diesem Regen daheim zu bleiben. Versteckt hinter einem großen Baum im nahen Wald wird er Zeuge einer langsamen Heiratsprozession der Tiere. Aber er wird von ihnen ertappt und rennt davon. Als er versucht, wieder ins Haus zu kommen, sagt ihm die Mutter, ein Fuchs wäre schon da gewesen, und hätte ein Kurzschwert zurückgelassen. Und sie sagt, damit müsse er Selbstmord begehen, da die Füchse verärgert wären, sie dürfe ihn nicht zurück ins Haus lassen, und schlägt das Tor vor ihm zu. Er muss die Füchse finden und um Vergebung bitten, aber diese vergeben selten. Also zieht der Junge in die Berge, zu der Stelle unter dem Regenbogen, das Lager der Kitsune zu finden.

 


„DREAMS“ a film by Akira Kurosawa, 1990 with Lucas Film & Martin Scorsese
The first dream. Sunshine through the rain. A little boy happens upon a Fox Tribe’s wedding.

 


The first dream. Sunshine through the rain. A little boy happens upon a Fox Tribe’s wedding.

 

Der Pfirsichgarten
Hina-Matsuri, das Mädchenfest, findet traditionell im Frühling statt, wenn die Pfirsiche in voller Blüte stehen. Die Puppen, die vor diesem Tag gezeigt werden, stehen für die Pfirsichbäume und ihre rosa Blüten, sagt man. Eine Familie hatte aber ihren Garten gemäht, und der Sohn vermisst etwas beim diesjährigen Fest. Bei einem Streit mit seiner älteren Schwester sieht er ein Mädchen aus der Vordertür des Hauses laufen. Er folgt ihr zu dem kahlen Garten, und die Puppen der Sammlung seiner Schwester sind zum Leben erwacht, sie stehen vor ihm auf den Hängen. Die Puppen halten Gericht über den Jungen wegen des Fällens der wertvollen Bäume, doch als sie merken, wie sehr er die Pfirsiche liebte, belohnen sie ihn mit einem Tanz zu Gagaku. Damit erblühen die Pfirsiche für das Kind. Und sie verwelken wieder.

 


Another little boy finds himself chasing after a phantom girl. Who could she be?

 


Another little boy finds himself chasing after a phantom girl. Who could she be?

 

Schneesturm
Eine Gruppe Bergsteiger kämpft sich durch einen Schneesturm. Sie werden hüfttief zugeschneit und können sich nur noch verzweifelt anschreien. Eine schöne Frau (vielleicht die Yuki Onna der japanischen Mythologie) erscheint langsam aus dem Nirgendwo und versucht einen Bergsteiger, der gerade noch bei Bewusstsein ist, ins Jenseits zu locken. Die Gruppe erwacht aber, als der Himmel sich über dem Gipfel aufklart, und sie sehen, dass sie direkt an einem Lager waren.

 


A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

 


A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

 


A group of mountain climbers try to find their way back to camp… but are caught in a horrible blizzard.

 

Der Tunnel
Ein japanischer Offizier kehrt aus dem Krieg heim, er wandert entlang einer verwaisten Straße im Morgengrauen, mit hängenden Schultern. Er erreicht einen klaffenden, dunklen Tunnel, der durchquert werden muss. Von dort springt ihn ein Hund an, beladen mit einem seltsamen Rucksack. Tatsächlich handelt es sich um einen Panzerabwehrhund, und das Gepäck ist Sprengstoff. Der Hund treibt ihn knurrend in die hallende Röhre hinein. Als der Tunnel endlich hinter ihm liegt, erscheint ihm der Yūrei eines toten Soldaten, mit blauer Haut. Sie kennen sich, der Soldat starb unter seinem Kommando, sogar in seinen Armen. Voll Reue versucht er seinem Untergebenen beizubringen, dass er es nicht geschafft hätte, aber das Gespenst hat Heimweh nach seiner Familie.
Das Gespenst verschwindet zurück in den Tunnel, aus dem dann eine Hundertschaft gefallener blaugesichtiger Soldaten auf den Offizier zumarschiert, sein vernichteter 3. Zug. Er hält eine geschriene Rede und befiehlt den Toten kehrt marsch. Dann bricht der Offizier weinend zusammen. Er sieht erneut den dämonischen Hund.

 


A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

 


A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

 


A man is confronted with his past when entering a foreboding tunnel.

 

Krähen
Ein erwachsener Japaner flaniert durch eine Van-Gogh-Ausstellung. Dort steigt er in eine der Versionen der „Brücke von Langlois“, um darin Vincent van Gogh (Martin Scorsese) höchstselbst zu treffen, in den letzten Monaten seines Lebens. Er schildert ihm überzeugt – und getrieben wie eine Lokomotive – seine Kunst. Was Van Gogh in dieser Sequenz malt, muss „Krähen über dem Weizenfeld“ sein. Dann irrt die Person weiter durch Bilder und Skizzen Van Goghs, zur Prélude Nr. 15 in Des-Dur von Frédéric Chopin.

 


A man at an art exhibit enters the world through Vincent Van Gogh’s eyes.

 


A man at an art exhibit enters the world through Vincent Van Gogh’s eyes.

 

Fujiyama in Rot
Der Fuji bricht aus. Ein Einzelner kämpft sich gegen den Strom einer Menschenmenge in Tokio[3], dazu heulen Sirenen. Allerdings sei auch das Kernkraftwerk explodiert, richtet man ihm aus, wohlgeordnet ein Reaktor nach dem anderen. Sogar der Himmel ist rot wie Lava. Einzelne Flüchtlinge am Strand sinnieren, wie klein Japan doch sei, man müsse wohl ins Meer gehen wie die Lemminge. Verstreutes Gepäck und Abfälle künden davon, wie viele Menschen schon am Boden des Ozeans angekommen sein müssen. Vor der Brandung des Meeres diskutieren die Flüchtlinge über Radioaktivität, Leukämie, Mutationen und einzelne Isotope. Ein Wissenschaftler ertränkt sich.

 


The effects of mankind.

 

Der weinende Menschenfresser
Der Erwachsene stolpert durch eine postapokalyptisch dampfende Steinwüste. Er trifft ein jämmerliches, menschenähnliches Monster, ähnlich einem Oni. Dieses erzählt davon, wie es hier einmal ausgesehen hat, und vom Atomkrieg. Vor allem hat furchtbarer, meterhoher Löwenzahn das Land übernommen. Schmerzensschreie erfüllen die Gegend. Inmitten der Pflanzen erläutert ihm der Menschenfresser die Hierarchien der neuen Welt.
Tatsächlich handelt es sich um eine Nacherzählung des gleichnamigen buddhistischen Gleichnisses.

 


The after effects of a nuclear holocaust.

 


The after effects of a nuclear holocaust.

 


The after effects of a nuclear holocaust.

 

Das Dorf mit den Wassermühlen
Das erwachsene Ich spaziert durch ein ursprüngliches Dorf bei schönstem Sonnenschein, und trifft zwischen Wassermühlen und Bächen einen arbeitenden Greis. Dieser erzählt langsam, gelassen, vernünftig und überzeugend von den Vorzügen eines Daseins im Einklang mit der Natur. Der Film schließt mit einem fröhlichen, bunten, lauten Beerdigungszug für eine Frau, die im Dorf mit den Wassermühlen ein gutes, langes Leben geführt hat.

Diese Episode wurde auf der Daiō-Wasabi-Farm in Azumino, Präfektur Nagano aufgenommen.

 


The last dream. A place untouched by modern day… still thriving in the abundancy of Earth and it’s natural resources.

 


The last dream. A place untouched by modern day… still thriving in the abundancy of Earth and it’s natural resources.

 

 

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von | März 30, 2011 · 10:19 pm

Beirut – Rhineland (Heartland)

Diese Herzensjungs dürfen im Ministry of Love keinesfalls fehlen. Deshalb mit einem augenzwinkernden Gruß an alle Kölner und Rheinischen Freunde das wundervolle Rhineland (Heartland).

… und jetzt das Ganze nochmal in ‚schön‘

Herzlichst,
Eure Social Secretary

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von | Januar 16, 2011 · 1:43 pm

Winddreams – when will it end… … eingereicht von Jando, 07 Juni 2010


Winddreams-when will it end…
http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=102410693,t=1,mt=video
Jando | Myspace Video

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von | Januar 13, 2011 · 2:05 am