Schlagwort-Archive: Wärme

Berechnung der Abwärme

 

Berechnung der Abwärme

 

Lies: Die Temperatur der Anstrengung
abzüglich der Dauer
wiederholten Begehrens,
aufgeladen mit der Liebe Verlust.

Sieh: Umsonst in die Pappe getreten,
abertausend glühende Nadeln
eingefädelt,
mit dem Tod
immer zu früh vernäht .

Lust: dranzubleiben, das aufzuschreiben, wie
der Trost das Erbarmen
wärmt.

 

Angelika Janz

 

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Eingeordnet unter Angelika Janz, Lyrik

Die Katze im Sack. – Kivi

 
Die Katze im Sack.

Dann fragte er, ob wir fögeln wollen und meinte eigentlich ‚Steh‘ auf und geh irgendwohin.‘ und sie sagte ‚Ok.‘, meinte aber die noch ungeöffnete Flasche Wein, die sich nicht wirklich in die abgenutzten Tchibogläser entleeren wollte.
Irgendwann wurde es dunkel und er zog sich aus, weil er sich eigentlich anzog, um sich unbedingt in die Kälte zu stürzen. Sie zog an ihrem Schuh und die starrende Flasche fiel bestürzt zu Boden. ‚Bestürzte weinen nicht‘, sagte der Wein verstört. Und alles verstörte sich entblöst auf dem Tisch. Scherben bohrten sich in Häute und Stoffe saugten am Wein. Aufgekratzte Organe fühlten und feuchte Münder aßen einander. Aßen stundenlang. Bis sie satt waren und irgendwann soetwas wie Wärme schmeckten. Ein warmes Kribbeln, das die Blutbahn beschlich und sich er und sie wieder anzogen, weil beide sich ausziehen wollten. Und sich dabei anschwiegen, weil sie sich so viel sagen wollten. Und alle aufstanden, und sich wiedersehen wollten. Es aber nicht taten. Weil sie sich wiedersehen wollten.

(c)Kivi

 

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Eingeordnet unter Kivi Lake, Prosa

Brit Krostewitz – „Winterwende“

 

 

 

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Eingeordnet unter Brit Krostewitz, Lyrik

Merry Christmas all around …

 

Merry Christmas all around … via [Germanys next Reiseministerium]

 

Gisi Dey:  "Lasst die LIEBE wie die Weihnachtssonne sein, stark genug, um das ganze neue Jahr zu erleuchten und zu erwärmen!" (Phil Bosmans)

Gisi Dey: "Lasst die LIEBE wie die Weihnachtssonne sein, stark genug, um das ganze neue Jahr zu erleuchten und zu erwärmen!" (Phil Bosmans)

 

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Eingeordnet unter Freunde des Liebesministeriums - Friends of the Ministry of Love, Musik, Phil Bosmans, Sufjan Stevens, Zitate

Beirut – Rhineland (Heartland)

Diese Herzensjungs dürfen im Ministry of Love keinesfalls fehlen. Deshalb mit einem augenzwinkernden Gruß an alle Kölner und Rheinischen Freunde das wundervolle Rhineland (Heartland).

… und jetzt das Ganze nochmal in ‚schön‘

Herzlichst,
Eure Social Secretary

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von | Januar 16, 2011 · 1:43 pm

Blog zum Thema … eingereicht von Mala Lingua, 23. April 2010

Ein schönes Wochenende wünsche ich Euch!

Der Freitag läutet ja bekanntlich das Wochenende ein. Habt Ihr schon Pläne, was Ihr tun wollt? Seid Ihr eingeladen? Apropos Einladung: In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass wir Frauen manchmal dazu neigen, Einladungen vorschnell anzunehmen, weil wir davon ausgehen, dass unser Partner Freude hat, diese Menschen zu besuchen. Manchmal aber, sind Männer einfach nur still und begleiten uns zu solchen Pflichtveranstaltungen, damit der Haussegen nicht schief hängt. Um des lieben Friedens Willen, weil wir Frauen ja gerne diskutieren, begleiten sie uns und wären aber viel lieber woanders.

Wären wir Frauen etwas toleranter, was das Wohl- oder Unwohlbefinden mancher Menschen bei unseren Partnern auslöst, könnten diese ihrem Gefühl Ausdruck verleihen und wir gingen vielleicht allein zu einer Party oder würden solche Einladungen dankend ablehnen. Meistens sind wir in unserer Eitelkeit gekränkt, weil er unsere Freunde/Freundinnen nicht mag. Aber liebe Frauen, einmal Hand aufs Herz! Gibt es nicht im Freundes- oder Bekanntenkreis eures Partners einen Menschen, den ihr einfach nicht mögt? Dieser eine Mensch, er hat euch vermutlich noch nie Schaden zu gefügt, aber alles was er erntet ist ein riesiger Korb Antipathie. So etwas gibt es! Und nicht nur bei uns Frauen!

Deshalb wäre doch ein schöner Kompromiss, sich mit Leuten zu treffen, die er nicht mag, wenn er gerne Leute treffen würde, die ihr nicht mögt. Nur weil man ein Paar ist, ist man ja nicht zwangsläufig ein siamesischer Zwilling. Oder doch?

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass meine bessere Hälfte heute am Telefon meinte, dass der Tag fast perfekt gewesen ist. Auf meine Frage, was zur vollendeten Perfektion fehlte, meinte er: Guter Sex mit meinem Häschen und anschließend gemeinsam einen guten Film anschauen.

Als ich anmerkte, dass wir uns doch gestern erst verabschiedet hatten, meinte er, dass dies aber die Perfektion ausgemacht hätte.

Was ich damit sagen will, ist, dass Kompromisse zu solchen Resultaten führen. Doch wenn eine Beziehung, Partnerschaft darin besteht, den anderen immer nur zu etwas zu drängen, was er eigentlich gar nicht will, dann erstarrt einer von beiden. Dieses Bewegungslosigkeit führt zu eisigem Schweigen und das wiederum tötet alle guten Gefühle.

In diesem Sinne wünsche ich Euch für dieses Wochenende strahlenden Sonnenschein und eine glückliche unbeschwerte Zeit! Bis demnächst,

Eure Mala Lingua

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von | Januar 15, 2011 · 7:54 pm

Schneeengel … eingereicht von Leonie Lucas, 08 Juni 2010

Diese Geschichte entstand, als ich einmal irgendwo ein Gedicht las, in dem jemand auf eine für mich sehr selbst beweihräuchernde Weise, über die eigne Betroffenheit schrieb in Bezug auf von ihren Müttern getöteten Neugeborenen. Es ist ein Thema, das auch mich sehr bewegt und ich möchte diese Frauen nicht in Schutz nehmen, aber mich bemühen, die tiefe Verzweiflung nachzuvollziehen, die eine werdende Mutter, ob nun aus egoistischen oder was für Gründen auch immer, dazu bringt ihrem Kind die Zukunft zu nehmen. (Statt ihm eine bei einer Pflegefamilie zu ermöglichen)

Schneeengel

 

Heute war deine Beerdigung, der Friedhof war voller Menschen, die sich dir näher glaubten, als ich es dir je war. Ich deine Mutter, ich, die Frau, die dich 9 Monate in sich trug und dich dann – wie nannten sie es? — „entsorgte“. Überall Menschen die weinten, die dir Rosen ans Grab legten und sogar Kuscheltiere. Menschen, die mich verfluchten für meine grausame, herzlose Tat. Menschen, die nie verstehen könnten, dass ich dich tötete noch bevor du lebtest, um dich zu retten und zu schützen. Ach, ich verstehe es ja selbst nicht mehr.

Vielleicht stehe ich deshalb immer noch hier an deinem Grab, schaue zu wie Schnee all die Liebesgaben, all dieser Fremden bedeckt, mit einer weißen, reinen Schicht scheinbarer Unschuld. Nein, keine Frage, du bist unschuldig ich nahm dir ja alle Möglichkeiten es einmal nicht mehr zu sein. Nein, keine Frage, alle Gaben kommen vom Herzen derer, die sie dir auf dein erstes und letztes ewig dunkles Heim legten. Ja, ich sah viel Betroffenheit in ihren Augen und Tränen, so viele Tränen.

„ Können Sie verstehen wie eine Mutter so etwas tun kann?“ fragte mich eine Frau, die neben mir stand. „Ja“, hätte ich am liebsten geschrieen, „ja!“

Doch ich schwieg im Anblick ihrer Augen die voller Trauer waren und voller Hass. Sie hätte nicht verstanden, dass ich glaubte, dich töten zu müssen, um dich vor mir zu retten, du vor der Welt. Wovon hätte ich dich denn ernähren sollen? Mein Geld brauche ich für… Ach, das sollst du gar nicht wissen. Nur so viel, es ist das, was meine Leben zerstörte und mir doch ermöglicht es zu leben. Es ist das, was mich dazu brachte zu lügen, zu rauben und mich zu verkaufen. Mich zu verkaufen an Männer die ihren Schwanz in mich stecken durften, in meinen Mund oder meine Scheide. Männer, die in diesen Augenblicken, sich so mächtig fühlten und dieser skrupellosen und oft falschen Welt entflohen, in der alles käuflich ist und der Mächtige den Schwächeren erniedrigt um sich noch mächtiger zu fühlen, aus Angst aus dem Traum über die eigene Macht irgendwann zu erwachen. Sie kauften und erniedrigten mich und ich dankte es ihnen sogar.

Einer von ihnen, hinterließ dich. Keinen von ihnen hätte ich mir als deinen Vater gewünscht, als den Mann, der uns beide liebt und behütet. Uns Wärme spendet, wenn die Welt uns erfrieren lässt, weil wir ihr Spiel nicht spielen können. Nein, weil ich es nie spielen konnte. Dich in mir zu spüren, zu merken, wie du wächst, gab mir Geborgenheit. Geborgenheit vor der ich wußte, ich würde sie dir niemals zurückgeben können und wollen, darum änderte ich auch mein Leben kaum, ging nie zum Arzt. Der hätte nur…

Mein Schatz – oh wie gut es sich anfühlt dich „Schatz“ zu nennen. Wie gut es sich anfühlt plötzlich Trauer zu spüren und die Sehnsucht dir nahe zu sein. Mein Schatz. Ich will meine Tat nicht entschuldigen, ich kann es gar nicht. Aber vielleicht kannst du mich ja irgendwann verstehen, auch wenn ich weiß, dass ich dir dieses „irgendwann“ längst genommen habe, als ich dich einfach so auf der Erde liegen ließ. Sag mir hast du was gespürt? Hast du noch gelebt? Dich nach meiner Wärme gesehnt?

„Sagen Sie“, war die Frau fort gefahren mit Tränen erstickter Stimme, „meinen Sie es hat noch etwas gespürt? Hat noch gelebt? Sich nach ihrer Wärme gesehnt?“

Ich habe ihr nicht geantwortet, sondern bin einfach weg gegangen und habe mir die anderen Trauernden angeschaut. Oh, hab ich es dir schon erzählt? Auch das Fernsehen war da und die Zeitungen. Alle haben mich verflucht und werden es die nächsten Tage noch tun. Und dann?

Ich habe mir wirklich all die Leute, die da waren, angeschaut. Einige setzten sich in Szene für das Fernsehen, gaben mit selbstgerechter Stimme bereitwillig Interviews, obwohl sie immer wieder beteuerten keine Worte zu haben für diese meine Tat. andere hatten ihre kleinen Kinder mitgebracht. Ich sahen ihnen in die verängstigen Augen und fragte mich: Warum? Warum, tut ihr euren Kindern das an? IHR liebt sie doch! Oder braucht ihr meine furchtbare Tat um ihnen zu zeigen, wie gut sie es bei euch haben, weil sie das nicht tun?

Mein Schatz, ich weiß es sind vielleicht nur 4 oder 5 solcher Leute da gewesen, doch die anderen? Was tun sie wenn ihr Hass auf mich nur noch ein Schatten in ihren Herzen ist?
Wie viele reden nur, wie viele schauen das nächste Mal nicht angeekelt weg, wenn sie eine wie mich in der Stadt sehen? Eine, deren Zuhause die Straße ist, die Heil sucht in Gift und einen Moment der Zuneigung im Schoß fremder Männer? Mich kann niemand mehr retten. Ich will auch gar nicht mehr gerettet werden. Doch wäre es nicht schön, wenn dein Tod und der Hass auf mich, dafür sorgen würden, dass die Menschen achtsamer mit anderen umgingen? Nicht gleich verurteilten um sich wieder in den kalten Kampf des schlanker, schöner, schneller, erfolgreicher zu stürzen?

Mein Schatz, es ist Zeit für mich, dich zu verlassen. Ja, ich werde gehen ohne Wiederkehr.
Werde dich mit mir nehmen in Gedanken, werde dich lieben und mich verfluchen für meinen Mord an dir. Werde auch dich verfluchen, dass du leben wolltest, bei einer Frau, die dir kein Leben in dieser Welt ermöglichen konnte und wollte. Werde immer die verfluchen, die mich dazu brachten, so zu sein wie ich bin und die, die mich ohne irgendetwas über mich zu wissen, verachten, auch werde ich immer wieder nach einer Entschuldigung suchen, nach einem Schuldigen. Doch ich kennen sie ja, die Schuldige: ich bin es allein. Da helfen keine Ausflüchte, keine Schimpftiraden auf die Grausamkeit der Welt. Denn ich warf dich weg, weg, wie ein altes Spielzeug, einen nie gewollten unnützen Gegenstand.

Ja, ich werde dich nun verlassen aber zuvor lege ich mich zu dir in den Schnee um dir mein einziges Geschenk zu hinterlassen. Einen dieser Schneeengel, die entstehen, wenn man, auf dem rücken liegend die ausgebreiteten Arme auf und ab bewegt. Er soll dich schützen, mein Schatz.

Und dann werde ich gehen zu einem nächsten Schuss, in ein neues Leben, zur Polizei mich zu stellen oder einfach dahin, wo du schon bist.

Ich weiß es nicht.

12.03.09 /(c)Leonie Lucas

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von | Januar 13, 2011 · 2:15 am

Mittendrin durch dich … eingereicht von Meerestraum, 11. Mai 2010

 

Mittendrin durch dich

Lachst mir die Tränen aus den Augen.
Gibst mir eine Prise Verrücktheit,
das Leben auf meine Art und Weise zu leben.
Berührst meine Seele,
wie nur du es kannst.
Küsst eingetrocknete Schokoladenkrümel
von meinem Gesicht.
Kannst Kälte und Nebel in
Wärme und Klarheit verwandeln.
Liebst mich so wie ich bin,
mit meinen Ecken und Kanten.
Gibst mir das Gefühl kein Zaungast zu sein,
sondern mittendrin zu stehen.

(MS)
(2009)
(C) meerestraum

Friedrich Schiller, Maria Stuart (alle Bildrechte bei Marita Schellack)

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von | Januar 12, 2011 · 9:11 pm